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Gruseln an Halloween: 7 schaurige Lost Places in Deutschland

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Von: Franziska Kaindl

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Sie wollen sich vor Halloween mal so richtig gruseln? Dann sollten Sie die folgenden Lost Places in Deutschland kennen. Die „vergessenen Orte“ sorgen für Gänsehaut.

Wohnraum mit Sessel der Villa Dr. Anna L. in Bad Wildungen
1 / 7Lost Places wirken einen vielfachen Reiz auf Besucher aus – meist sind sie mit gruseligen oder historischen Begebenheiten behaftet, die eine Faszination auslösen. Dazu zählt auch die Villa eines Ärzteehepaars in Bad Wildungen in Nordhessen (s. Foto). Seit dem Tod der beiden ist das Haus unbewohnt. Doch die Urologie im Keller und die privaten Gegenstände der ehemaligen Bewohner erlauben einen Einblick in das Leben des Paares. © Rico Mark Rüde/Imago
Schlossruine Dwasieden bei Sassnitz auf Rügen.
2 / 7Bei den Lost Places, also vergessenen Orten, handelt es sich meistens um verlassene Krankenhäuser, Industriebauten oder auch Schlösser. Ein Beispiel dafür ist das Schloss Dwasieden auf der Insel Rügen. Das Gebäude wurde 1948 in Teilen gesprengt – nun zeugen nur noch Ruinenreste und der Marstall von seiner Existenz. © Michael Schöne/Imago
Heilstätte Grabowsee.
3 / 7Eine gruselige Atmosphäre versprüht auch die Heilstätte Grabowsee. Sie wurde bereits Ende des 19. Jahrhunderts für Tuberkulose-Erkrankte genutzt. Zusammen mit der Heilstätte in Brandenburg sollte herausgefunden werden, ob Tuberkulose-Erkrankungen auch im Flachland behandelt werden können. Heute ist die Heilstätte Schauplatz für Filme, darunter der Hollywood-Streifen „The Monuments Men“. © Imago
Die Katharinenkirche in Oppenheim.
4 / 7Das Beinhaus der Michaelskapelle in Oppenheim ist einer der bekanntesten Lost Places in Deutschland. Zwischen 1400 und 1750 wurden die Gebeine von ungefähr 20.000 Menschen in der Michaelskapelle ordentlich geschichtet gelagert. Der Grund hierfür war ganz einfach Platzmangel. Kriege, Aufstände und Hungersnöte haben dafür gesorgt, dass auf dem Friedhof kein Platz mehr für die Verstorbenen war. Daher wurden die Gebeine nach einer Ruhezeit von zehn bis 15 Jahren vom Grab in das Beinhaus umgebettet. © Christian-Ditsch.de/Imago
Ehemaliges Institut für Anatomie der Freien Universität Berlin
5 / 7Das ehemalige Institut für Anatomie der Freien Universität Berlin sorgt ebenfalls für einen Schauer auf dem Rücken. Früher wurden hier Ärzte und Pathologen ausgebildet. Noch heute sind der ursprüngliche Vorlesungssaal, Seziertische und eine Leichenhalle vorhanden. Seit 2005 steht das Gebäude allerdings leer und befindet sich nun in einem verfallenen Zustand. © Schoening/Imago
Westwall Bunker im Hürtgenwald.
6 / 7Der Hürtgenwald war im 2. Weltkrieg Schauplatz mehrerer Abwehrschlachten zwischen der deutschen Wehrmacht und der US-Army. Insgesamt 12.000 deutsche und amerikanische Soldaten verloren hier ihr Leben. Da sich noch unzählige Munitionsreste im Wald befinden, ist das Betreten nicht gekennzeichneter Wege lebensgefährlich, wie Travelcircus schreibt. Allerdings gibt es zum Beispiel eine Führung für die Bunker des Westwalls. © Imago
Kreisgrabenanlage bei Pömmelte
7 / 7Das Ringheiligtum Pömmelte in Sachsen-Anhalt ist das deutsche „Stonehenge“. Die Kreisgrabenanlage war am Ende der Jungsteinzeit und zu Beginn der Bronzezeit ein bedeutender Kultort. Heute findet sich am originalen Fundort eine Rekonstruktion. In dem Bauwerk sahen die Menschen offenbar einst ein Abbild des Kosmos. © Stephan Schulz/Imago

Verlassene Orte gibt es überall auf der Welt zur Genüge – und viele von ihnen üben aufgrund ihrer Geschichte eine Faszination auf ihre Besucher aus. Allerdings kann nicht jeder Lost Place einfach so betreten werden. Wenn Sie einen vergessenen Ort besuchen wollen, informieren Sie sich zuvor am besten, ob das überhaupt möglich und sicher ist. Ebenfalls ist es wichtig, diese Orte mit Respekt zu behandeln und so wieder zu verlassen, wie man sie vorgefunden hat.

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Da es sich bei den Lost Places auch um einsturzgefährdete Gebäude handeln kann, empfiehlt Tui unter anderem, dass Besucher gut ausgerüstet sein sollten: Festes Schuhwerk, schnittfeste Handschuhe und eine Taschenlampe erleichtern die Erkundungstour. Eine Anti-Schimmel-Maske schützt vor Sporen, die sich in der Luft befinden. Außerdem sollten Sie sich nicht alleine auf den Weg machen – in der Gruppe kann man besser aufeinander achtgeben und im Notfall Hilfe holen.

Quellen: Tui, Travelcircus

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