Corona-Pandemie

Ohne Vorwarnung: Kroatien verschärft Einreise-Bestimmungen – auch für deutsche Urlauber

Blick vom Wasser aus auf die kroatische Stadt Rovinj.
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Die kroatische Regierung hat kurzfristig ihre Einreise-Bestimmungen angepasst.

Die Einreise nach Kroatien war für Deutsche bisher ohne negativen Corona-Test möglich. Jetzt hat die Regierung die Regeln wieder enger gezurrt.

Reisende aus Ländern mit niedrigen Ansteckungsraten mussten sich bis zuletzt kaum Sorgen um strenge Regeln beim Kroatien-Urlaub machen – das betraf auch deutsche Touristen. Aufgrund der Tatsache, dass sich Deutschland auf der grünen Liste des Europäischen Zentrums für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC) befand, wurde die Einreise nach Kroatien „unter den gleichen Bedingungen wie vor Beginn der COVID-19 Krankheit ermöglicht“ – also komplett ohne die üblichen Auflagen, wie eine Melde- oder Testpflicht. Das hat sich nun völlig überraschend geändert.

Diese verschärften Einreise-Regeln gelten in Kroatien

Seit Donnerstag (1. Juli) verlangen Grenzbeamte von allen Reisenden das neue, EU-weit gültige Corona-Zertifikat, auch als „Grüner Pass“ bekannt. Darüber informiert das kroatische Innenministerium auf seiner Webseite. Diese Regel gilt unabhängig davon, woher die Reisenden kommen. Akzeptiert werden aber vorerst auch noch Bescheinigungen über einen negativen Test, eine vollständige Corona-Impfung oder einen Nachweis über eine Genesung, wenn diese aus Ländern der Europäischen Union oder des Schengen-Raums sowie mit dem Schengen-Raum verbundenen Ländern und Regionen kommen. Ein PCR-Test darf nicht älter als 72 Stunden sein, ein Antigen-Test nicht älter als 48 Stunden.

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Nach Verschärftung der Einreise-Bestimmungen: Staus auf der Strecke nach Kroatien

Aufgrund der verschärften Einreise-Regeln kam es am Donnerstag am Grenzübergang Gorican zu Ungarn zu Staus, wie die Deutsche Presseagentur berichtet. Demnach mussten Reisende rund zwei bis drei Stunden auf ihre Grenzabfertigung warten. Neben Deutschen wird der Autobahnabschnitt auch von Tschechen, Polen und Slowaken genutzt, die über Ungarn nach Kroatien gelangen wollen. Darum sorgte die plötzliche Anpassung der Einreise-Bestimmungen auch bei der Regierung in Prag für Unmut – voraussichtlich eine halbe Million Tschechen planen im Sommer einen Urlaub in Kroatien, heißt es. „Damit hat niemand gerechnet, wir wurden darüber nicht informiert“, kritisierte der Ministerpräsident Andrej Babis. „Wir wurden von der Änderung überrascht.“ (fk)

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