Insider-Wissen

Die Freiheitsstatue ist gar nicht grün - Zehn kuriose Fakten über das Wahrzeichen New Yorks

Sonnenuntergang in New York: Die Freiheitsstatue wird angeleuchtet.
+
Sonnenuntergang in New York: Die Freiheitsstatue wird angeleuchtet.

Wussten Sie schon wie alt die Freiheitsstatue ist und welcher Person sie ähnlich sieht? Lesen Sie zehn kuriose Fakten über das Weltkulturerbe.

  • Die Freiheitsstatue* im Hafen von New York ist ein Wahrzeichen für die gesamten USA.
  • Auf vielen Besucherlisten steht die "Statue of Liberty" ganz oben.
  • 10 Fakten über das Monument, die Sie zum Staunen bringen.

Seit dem 28. Oktober 1886 steht die knapp hundert Meter hohe Freiheitsstatue auf "Liberty Island" im Hafen von New York. Schon in den ersten Jahren wurde sie zum Symbol der Freiheit in Amerika und begrüßte zahlreiche europäische Einwanderer und Touristen in den USA. Auch heute noch ist die Statue ein Kultsymbol und Bestandteil vieler Filme und natürlich eines jeden New-York-Urlaubes. 

So alt und geschichtsträchtig die Statue ist, so viele Fakten gibt es über sie auch zu erzählen. Das sind die zehn kuriosesten Fakten über "Lady Liberty".

1. Vorbild für das Gesicht war die Mutter des Bildhauers

Der französische Bildhauer Frédéric-Auguste Bartholdi war der leitende Künstler hinter der Freiheitsstatue und tüftelte jahrzehntelang an der Vollendung dieses Monuments. Während für die gesamte Statue "Libertas", die römische Göttin der Freiheit, als Vorbild gedient haben soll, war für das Gesicht eine viel menschlichere Gestalt ausschlaggebend. Angeblich orientierte sich Bartholdi für das Gesicht der Statue an seiner eigenen Mutter.

2. Die Freiheitsstatue kam zehn Jahre zu spät

Im Jahr 1886 war die Freude über die Einweihung der kolossalen Freiheitsstatue zwar groß, doch eigentlich hätte das Bauwerk viel früher eröffnet werden sollen. Der ursprüngliche Termin war für den 4. Juli 1876 angesetzt. An diesem Tag feierte die USA ihre 100-jährige Unabhängigkeit. Doch weil die Spendensammlung für das Wahrzeichen langsamer vorangeschritten war als geplant, musste die Welt noch viel Geduld haben.

Lesen Sie auch: Hai-Alarm in Kroatien: Urlauber filmen Gänsehaut-Moment an beliebtem Touristen-Strand

3. Die Freiheitsstatue steht nicht, sie geht

Sie erweckt eigentlich den Anschein, als würde sie mit beiden Beinen fest auf ihrem Sockel stehen. Doch blickt man genauer auf die Füße der Freiheitsstatue, ist ihr rechter Fuß angehoben, als wäre er kurz davor einen Schritt vorwärts zu machen. Außerdem liegen um die Füße zerbrochene Ketten. Wie alles an der Statue sollen auch diese Symbole für die Freiheit als unabhängiges Land stehen. Nicht angekettet und still, sondern frei und beweglich soll die Statue und die ganzen USA sein.

4. Die Krone hat eine ganz besondere Bedeutung

Auf dem Kopf der Freiheitsstatue befindet sich eine Krone mit sieben Zacken. Weil kein Detail an dieser Statue dem Zufall überlassen wurde, hat natürlich auch diese Zahl sieben eine Bedeutung. Jeder Zacke steht für einen Kontinent auf dieser Welt.

5. Die Freiheitsstatue wäre beinahe niemals in den USA angekommen

Kurz bevor der Sockel der Freiheitsstatue fertiggestellt war, wurden die Teile, die in Frankreich gefertigt wurden, in über 200 Kisten verpackt und mit dem Frachtschiff "Isere" über den Atlantik gebracht. Das Wetter muss sehr undankbar gewesen sein und das Schiff drohte zeitweise sogar zu versinken. Letztendlich kamen jedoch alle Teile unversehrt im Hafen von New York an und wurden von den Bewohnern der Stadt feierlich begrüßt.

Auch interessant: Frankreich-Urlaub trotz Corona: Diese Touristen-Hotspots öffnen demnächst wieder

6. Die Freiheitsstatue als Leuchtturm

Seit dem Jahr der Einweihung diente die Freiheitsstatue als Leuchtturm und wurde deshalb auch von der nationalen Leuchtturm-Behörde verwaltet. Schnell stellte sich jedoch heraus, dass das Licht nicht hell genug war, um sich für die Navigation von Schiffen zu eignen. Eine New Yorker Zeitung beschrieb das Leuchten "eher wie ein Glühwürmchen als ein Leuchtfeuer". Deshalb war schon 1906 Schluss mit der Beleuchtung. 

7. Ständig vom Blitz getroffen

Die alleinstehende Lage und die beachtliche Höhe von 92,99 Metern im Hafenbecken von New York macht die Freiheitsstatue anfällig für Blitze. Schätzungsweise bis zu 600 Mal im Jahr schlagen Blitze in das Bauwerk ein. Die Naturgewalten zerren aber auch noch mit anderen Kräften an der Statue. Bei Windgeschwindigkeiten von über 80 Kilometern pro Stunde schwankt die Statue bis zu acht Zentimeter weit.

8. Freiheitsstatue ist nicht ihr richtiger Name

Zwar wird sie auf Deutsch Freiheitsstatue, auf Englisch "Statue of Liberty" oder im Volksmund "Lady Liberty" genannt. Ihr eigentlicher Name war jedoch "Liberty Enlightening the World" oder auf Französisch "La Liberté éclairant le monde"

Das könnte Sie auch interessieren: Strafen, Verbote, Regeln: Was Italien-Reisende im Corona-Sommer jetzt wissen müssen

9. Die Fackel war für Besucher begehbar

Eigentlich konnten Besucher bis an die höchste Stelle der Freiheitsstatue gehen: bis zur Fackel. Nach einem Bombenanschlag im Jahr 1916, als deutsche Saboteure ein Lagerhaus mit Munition in der Nähe der Statue sprengten, nahm auch die Freiheitsstatue schaden und musste geräumt werden. Aufgrund der Schäden ist ein Besuch seitdem nur noch dem Hausmeister des Monuments vorenthalten.

10. Ihre eigentliche Farbe ist nicht grün, sondern braun

Als die Statue angefertigt wurde, hatte die Freiheitsstatue noch gar nicht ihr grünes Gewand, wie wir sie heute kennen. Schließlich ist die Außenhaut aus Kupfer gefertigt und das ist im neuen Zustand rot-braun. Mit den Jahren an der frischen Meeresluft begann das Kupfer jedoch bald zu oxidieren und verfärbte sich grün. Obwohl das bei Kupferstatuen nichts Außergewöhnliches ist, war die Verfärbung lange Bestandteil von Presseberichterstattung und der US-Kongress bewilligte sogar 62.800 Dollar, um die Statue zu überstreichen. Örtliche Proteste verhinderten dann letztendlich eine äußerliche Umgestaltung und so erstrahlt die Statue bis heute in ihrem natürlich grünen Kleid. (nh) *merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

Weiterlesen: Außerhalb des Campingplatzes: Wo darf ich in Deutschland wildcampen?

Enttäuschung: Diese Reiseziele halten nicht, was sie versprechen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare