Nervenprobe für 62 Fahrgäste

Odyssee im Regionalzug dauerte fünf Stunden

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Fahrgäste erleben nach Zugdefekt fünfstündige Odyssee (Symbolfoto).

Eine Zugfahrt nach Iserlohn ist für 62 Passagiere eines Regionalzuges der Deutschen Bahn zu einer Nervenprobe geworden. Über fünf Stunden mussten die Fahrgäste ausharren.

Nach Angaben der Feuerwehr dauerte es nach einem Defekt am Montagnachmittag fünf Stunden, bis sie ihre Fahrt zum Zielort fortsetzen konnten. Der Zug war liegengeblieben, und die Bahn ließ ihn in Richtung Schwerte zurückziehen. Unterwegs blieb das Gespann aber auf einer Brücke liegen.

Erst nach knapp drei Stunden wurde die Feuerwehr alarmiert. Sie brachte Getränke und half, die Fahrgäste zu beruhigen. Ein psychisch angegriffenes 14-jähriges Mädchen sei nach Entscheidung des Notarztes über Leitern von der Brücke geholt und den Eltern übergeben worden, sagte am Dienstag ein Einsatzleiter. Die anderen Fahrgäste stiegen in den abschleppenden Zug um.

Nächstes Malheur

Als dieser Zug um 20.25 Uhr in Schwerte eintraf, sei der Bus, der die Fahrgäste zum Ziel bringen sollte, bereits mit anderen Passagieren abgefahren. Die Bahn habe dann einen Ersatzzug bereitgestellt, den noch 25 Fahrgäste genutzt hätten. Die anderen seien von Angehörigen abgeholt worden.

Die Bahn kündigte an, sie werde den Vorfall aufarbeiten und die Fahrgäste individuell entschädigen. Dazu sei eine Hotline geschaltet worden.

Nicht nur für Bahnkunden sind solche Ausnahmesituationen belastend. Wenn mal nicht alles nach Fahrplan läuft, versuchen es einige Lokführer und Zugbegleiter mit Humor.

dpa

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