Neue Regelung

Reisewarnung für Corona-Risikogebiete soll ab 1. Juli fallen – fast 100 Länder weltweit betroffen

Rettungsturm an der Playa de Palma auf Mallorca.
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Die Bundesregierung plant das Ende der Reisewarnung für Risikogebiete.

Die Corona-Pandemie entspannt sich in zahlreichen Ländern, doch weiterhin sind viele Staaten oder Regionen als Risikogebiet eingestuft. Das soll sich ab 1. Juli ändern.

Die Corona-Fallzahlen sinken in vielen Ländern stetig, während die Impfkampagne weltweit voranschreitet. Dennoch gilt immer noch für beinahe 100 Staaten oder Regionen eine Reisewarnung vonseiten der Bundesregierung. Zum 1. Juli soll sich das ändern – ab dann wird die Reisewarnung für Corona-Risikogebiete fallen.

Ab Juli keine Reisewarnung für Corona-Risikogebiete mehr

„Nach langen Monaten des Lockdowns dürfen wir uns auf mehr Normalität freuen, das gilt auch für das Reisen“, erklärte Außenminister Heiko Maas (SPD) hinsichtlich der Entscheidung am Freitag (11. Juni). Über ein Jahr lang galt für touristische Reisen in Risikogebiete eine Reisewarnung – aktuell sind beinahe 100 Staaten und Regionen davon betroffen, unter anderem Nachbarländer wie Frankreich, Niederlande oder Dänemark. Die Neuregelung tritt pünktlich zu oder während der Sommerferien* einiger Bundesländer in Kraft.

Reisewarnung für Risikogebiete entfällt ab 1. Juli: Die Regelung im Detail

Das Auswärtige Amt informiert, dass ab dem 1. Juli folgende Systematik gelten wird:

  • für Länder und Regionen, die als Hochinzidenz- oder Virusvarianten-Gebiete eingestuft sind, gilt weiterhin eine Corona-bedingte Reisewarnung
  • von nicht notwendigen, touristischen Reisen in Länder und Regionen, die als „einfache“ Risikogebiete (Sieben-Tage-Inzidenz über 50, aber unter 200) eingestuft sind, wird abgeraten
  • bei Reisen in Länder und Regionen der EU sowie Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz, die nicht als Risikogebiet eingestuft sind, wird angesichts der fortdauernden Pandemie um besondere Vorsicht gebeten
  • bei Reisen in Drittstaaten, die nicht als Risikogebiet eingestuft sind, wird bei fortbestehenden Einschränkungen (Einreisebeschränkungen, Quarantänepflicht) von Reisen abgeraten, andernfalls angesichts der fortdauernden Pandemie um besondere Vorsicht gebeten

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Welche Regeln gelten ab 1. Juli bei der Einreise nach Deutschland?

Mit der Aufhebung für Reisewarnungen für Corona-Risikogebiete wird ab dem 1. Juli von Reisen in Ländern mit Inzidenz zwischen 50 und 200 nur noch „abgeraten“ – so wie bisher bei allen Nicht-Risikogebieten. Bereits im Mai 2021 wurden die Regeln mit der neuen Einreiseverordnung für Reiserückkehrer aus Risikogebieten gelockert: Geimpfte, Genesene und negativ Getestete sind seither von der Quarantänepflicht befreit. Somit handelt es sich bei der geplanten Neuregelung ab 1. Juli um einen formalen Schritt.

„Bei aller berechtigten Zuversicht ist das Fehlen einer Reisewarnung aber eines nicht: die Einladung zur Sorglosigkeit. Reisen mit Vernunft und Augenmaß, das ist das Motto dieses Sommers. Die Gefahr durch das Virus und seine Mutanten ist noch lange nicht gebannt. Das zeigt der Blick nach Asien oder Südamerika“, erklärt Maas weiterhin.

Für Flugreisende gilt außerdem weiterhin schon beim Check-in des Abflugortes die Pflicht zum Nachweis eines negativen Tests, einer vollständigen Impfung oder einer Genesung. Diese Regelung gilt unabhängig davon, ob sich Reisende in einem Risikogebiet aufgehalten haben.

Corona-Risikogebiete: Kommt es doch noch zu Verschärfungen der Einreise-Regeln?

Tatsächlich soll dem Business Insider ein Beschlusspapier der Bundesländer vorliegen, in dem sie angesichts der hochansteckenden Delta-Variante des Coronavirus bei der Gesundheitsministerkonferenz (GMK) verschärfte Einreise-Regeln fordern wollen. Konkret soll die Freitestmöglichkeit für Urlauber aus Risikogebieten nicht mehr erlaubt sein. „Die umfassende Freitestmöglichkeit für alle Einreisen aus einfachen Risikogebieten führt zu einer lückenhaften Früherkennung möglicher Infektionen. Die sogenannte Zwei-Teststrategie gilt hier nicht“, heißt es demnach in dem Papier. Bezüglich weiterer Lockerungen bei Reisen scheint also noch nicht das letzte Wort gesprochen zu sein. (fk) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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