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Corona: Deutschland stuft Italien als Hochrisikogebiet ein - Auswirkungen auf Einreise

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Von: Marcel Guboff

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Deutschland stuft weitere beliebte Urlaubsländer wie Italien wegen hoher Corona-Zahlen als Hochrisikogebiete ein. Änderungen gibt es auch für Großbritannien.

Hamm - Die deutsche Bundesregierung stuft weitere beliebte Urlaubsländer wegen hoher Zahlen an Neuinfektionen mit dem Coronavirus als Hochrisikogebiet ein. Ab Samstag, 1. Januar 2022, gilt das etwa für Italien und Malta. Auch Kanada und San Marino fallen dann in diese Kategorie, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) bekannt gab.

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Corona: Deutschland stuft Italien als Hochrisikogebiet ein - Auswirkungen auf Einreise

Diese Einstufung hat Auswirkungen auf die Einreise nach Deutschland. Wer aus einem Hochrisikogebiet zurückkommt und nicht vollständig geimpft oder genesen ist, muss für zehn Tage in Quarantäne. Eine Befreiung davon ist frühestens fünf Tage nach der Einreise mit einem negativen Test möglich. So sehen es die Regeln der Bundesregierung vor.

Verpflichtend ist für alle Personen vor der Einreise nach Deutschland die digitale Einreiseanmeldung, „wenn Sie sich zu einem beliebigen Zeitpunkt in den letzten zehn Tagen vor der Einreise in einem zum Zeitpunkt der Einreise als Hochrisiko- oder Virusvariantengebiet eingestuften Gebiet aufgehalten haben“, heißt es konkret auf der Homepage des Bundesgesundheitsministeriums.

Auch Minderjährige unterliegen dieser Anmeldepflicht. Lediglich Kinder unter 6 Jahren sind von der Nachweispflicht befreit. Dazu gilt für Mädchen und Jungen bis 6 Jahren, dass ihre Quarantäne nach der Einreise aus einem als Hochrisikogebiet eingestuftem Land nach fünf Tagen automatisch endet. Eine Verkürzung oder gar Befreiung von dieser Pflicht zur Quarantäne ist nur in Ausnahmen möglich. An Weihnachten hatte das RKI bereits die beliebten Urlaubsländer Spanien, Portugal und die USA auf die Liste der Hochrisikogebiete gesetzt.

Corona: RKI stuft Großbritannien von Virusvarianten- auf Hochrisikogebiet herunter

Darüber hinaus will die Bundesregierung ab Dienstag, 4. Januar 2022, die wegen der starken Ausbreitung der Omikron-Variante verhängten Einreisebeschränkungen für Großbritannien, Südafrika, Namibia und sechs weiteren afrikanischen Staaten wieder lockern. Die neun Länder sollen dann vom Virusvariantengebiet zum Hochrisikogebiet zurückgestuft werden. Das RKI weist in diesem Zusammenhang jedoch darauf hin, dass kurzfristige Änderungen möglich sind.

Für Virusvariantengebiete gelten deutlich schärfere Einreisebeschränkungen als für Hochrisikogebiete. Fluggesellschaften dürfen aus diesen Ländern im Wesentlichen nur noch deutsche Staatsbürger oder in Deutschland lebende Personen nach Deutschland befördern. Es handelt sich aber nicht um ein Flugverbot. Die Regel gilt auch für den Bahn- oder Schiffsverkehr. Für Einreisende aus Virusvariantengebieten gilt eine zweiwöchige Quarantänepflicht - auch für Geimpfte und Genesene. Sie kann nicht durch negative Tests verkürzt werden. (mit dpa-Material)

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