Corona-Pandemie

Camping-Urlaub 2021 geplant? Rechtzeitig buchen ist ratsam

Wohnmobil vor Rapsfeld und alter Windmühle
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Trotz unsicherer Lage sind viele Campingplätze für den Sommer schon gut gebucht.

Camping war im letzten Jahr äußerst beliebt. Und obwohl noch nicht klar ist, wann Campingplätze 2021 öffnen dürfen, sind viele bereits ausgebucht.

Deutschlands Campingplatzbetreiber sind im letzten Jahr gut durch die Krise gekommen*. Das hat eine Auswertung des Campingportals camping.info, das mit jährlich 38 Millionen Seitenaufrufen und mehr als 23.000 eingetragenen Campingplätzen zu den führenden europäischen Informationsquellen für Camping-Urlaube zählt, auf Basis von Zahlen des Statistischen Bundesamtes ergeben. Im Vergleich zu anderen Übernachtungsarten schneiden die Campingplätze am besten ab. 2020 verzeichnete die Campingbranche in Deutschland 33.953.049 Nächtigungen. Das ist ein Rückgang von nur fünf Prozent gegenüber dem Rekordjahr 2019. Die gesamte Beherbergungsbranche verzeichnete im selbem Zeitraum ein Minus von knapp 50 Prozent.

Maximilian Möhrle, Geschäftsführer des Reise- und Buchungsportals camping.info mit Sitz in Berlin, freut sich über das starke Interesse an Camping-Urlauben. „Wir blicken, vorausgesetzt die Öffnungsschritte kommen nicht zu spät, sehr optimistisch auf die kommende Urlaubssaison. Sowohl die in diesem Jahr bereits gestiegenen Buchungen auf unserem Portal als auch die aktuellen Rekordzulassungen bei Reisemobilen und Caravans deuten auf eine Fortsetzung des seit 2014 bestehenden Campingbooms hin“.

Urlaub trotz Corona 2021: Viele Campingplätze bereits ausgebucht

Obwohl noch nicht klar ist, wann die Campingplätze öffnen dürfen, sind viele davon schon ausgebucht. „Vor allem bei den beliebtesten Campingplätzen ist die Nachfrage sehr hoch. Eine rechtzeitige Reservierung oder Buchung ist daher unbedingt erforderlich und es ist von spontanen Campingausflügen in der Hochsaison abzuraten“, weiß Möhrle, der auch selbst viel mit seinem Wohnmobil unterwegs ist, aus Gesprächen mit zahlreichen Campingplatzbetreibern.

Eine von camping.info initiierte Umfrage unter 5.000 Camping-Urlaubern hat das Reiseverhalten der letzten Jahre untersucht. Vor zwei Jahren sind noch 40 Prozent der Camper ohne vorherige Reservierung in den Camping-Urlaub gefahren. Aktuell sind es nur mehr 20 Prozent. Möhrle: „Erleichtert wird die frühzeitige Reservierung dadurch, dass derzeit viele Campingplätze besonders kulante Stornobedingungen anbieten.“

Camping-Urlaub: Trotz Corona-Krise freuen sich fünf Bundesländer über Zuwächse

Mit 5,6 Millionen Nächtigungen und einem Rückgang von etwas mehr als 12 Prozent ist Bayern nach wie vor das beliebteste Camping-Bundesland in Deutschland. Dahinter folgen die Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern (5,57 Mio.) und Schleswig-Holstein (4,67 Mio.). Beide Bundesländer freuen sich über einen Zuwachs der Nächtigungen in der Höhe von knapp unter zehn Prozent. Die höchsten Zuwächse verbuchten die Bundesländer Sachsen-Anhalt (+23,9 Prozent) und Sachsen (+ 14,7 Prozent). Besonders schlimm von Rückgängen waren die Campingplätze in den Städten betroffen: Hamburg (-49 Prozent), Berlin (-39 Prozent) sowie Bremen (-26 Prozent).

Auch interessant: Gehen Sie gerne campen? Warum Sie sich an diese Regeln auf jeden Fall halten sollten.

camping.info hat die aktuell beliebtesten Regionen für Camping-Urlaube aufgrund der Suchanfragen ausgewertet. Am meisten gesucht sind Campingplätze an der Ostsee und am Bodensee gefolgt vom Allgäu, der Nordseeküste sowie Rügen. Am beliebtesten sind Deutschlands Campingplätze bei den deutschen Campern. Der schon bisher hohe Anteil von 87 Prozent stieg im letzten Jahr, auch aufgrund der Corona-Pandemie, auf einen Anteil von 93 Prozent. Die Camper-Umfrage von camping.info hat außerdem ergeben, dass sich der Großteil der 5.000 Befragten beim Camping sicher fühlt und keine Angst vor einer Ansteckung mit COVID-19 hat.

Neue Rekorde bei Neuzulassungen und Bestand von Freizeitfahrzeugen

Die Beliebtheit von Camping-Urlauben zeigt sich auch in den Zulassungsstatistiken von Freizeitfahrzeugen. Insgesamt sind in Deutschland knapp 1,4 Millionen Freizeitfahrzeuge zugelassen. Ein Plus von 8,5 Prozent. Im letzten Jahr wurden78.055 Reisemobile (+45 Prozent, aktueller Bestand: 674.697) und 29.941 Wohnwagen (+8 Prozent, Bestand: 722.516) neu zugelassen. Maximilian Möhrle dazu: „Die neu zugelassen Fahrzeuge drängen zusätzlich zum Bestand auf Europas Camping- und Reisemobilplätze und werden so für ein weiteres Wachstum sorgen.“

Lesen Sie auch: Das sind die zehn beliebtesten Campingplätze Europas – fünf davon in Deutschland.

Quelle: camping.info

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