Vulkanasche: Versicherungen zahlen nicht

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Bei Reiserücktrittsversicherung gilt in der Regel: Die Annullierung eines Fluges wegen einer Naturkatastrophe ist leider kein versichertes Ereignis.

Individualreisende haben nach dem Vulkanasche-Chaos kaum eine Chance auf Übernahme der Stornierungskosten durch ihre Reiserücktrittskostenversicherung.

Wer wegen der Aschewolke und der dadurch ausgefallenen Flüge privat gebuchte Hotels oder sonstige Ferienunterkünfte habe stornieren müssen, bleibe auf seinen Kosten sitzen, teilte die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz am Freitag mit.

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Die Verbraucherschützer hatten die Versicherungsbedingungen großer Reiseversicherer und solcher Versicherungen überprüft, die mit Kreditkarten verbunden sind. “Im Rahmen der üblichen Reiserücktrittsversicherung werden Stornokosten nur dann erstattet, wenn eine Reise beispielsweise wegen unerwarteter schwerer Erkrankung des Reisenden oder naher Angehöriger oder bei einem Schaden am Eigentum wie Hausbrand nicht oder nur verspätet angetreten werden kann“, sagte der Mainzer Versicherungsexperte Michael Wortberg.

“Die Annullierung eines Fluges wegen einer Naturkatastrophe ist leider kein versichertes Ereignis.“ Wer seine Reise individuell geplant und gebucht habe, könne nur auf die Kulanz der Hoteliers hoffen. Ein Recht auf Erlass der Stornokosten mit der Begründung, dass man schließlich nicht durch eigenes Verschulden an der Reise gehindert war, gebe es nicht.

Die Verbraucherzentrale rät in jedem Fall dazu, mit dem Hotel oder privaten Vermieter darüber zu verhandeln, ob er vielleicht auf die Kosten verzichtet, wenn man die Unterkunft zu einem anderen Zeitpunkt erneut bucht. “Pauschalreisende haben diese Probleme nicht“, erklärte Wortberg. “Kann der Reiseveranstalter die Reise wegen der annullierten Flüge nicht durchführen, so hat der Kunde ein Recht auf Rückzahlung bereits gezahlter Beträge“.

DAPD

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