Ansturm auf die Bahn - Viele Züge ausgebucht

Berlin - Die Bahn ächzt im Weihnachtsverkehr unter dem Ansturm von Reisenden. Wer kann, solle besser erst an Heiligabend oder gegen Abend fahren, heißt es.

Auf den Bahnhöfen zwischen Flensburg und München drängten sich am Hauptreisetag vor Heiligabend die Menschen. Nicht wenige Fahrgäste konnten in den Zügen am Donnerstag nur noch einen Stehplatz ergattern. “Die Züge sind sehr, sehr voll und viele sind ausgebucht“, sagte ein Bahnsprecher in Berlin. Die Bahn empfahl Reisenden, die keine Reservierung haben, erst an Heiligabend zu fahren - je später, desto besser. Zu den Abendstunden hin würden die Züge leerer. Wer seine Fahrkarte zurückgeben will, erhält auch nach Weihnachten noch sein Geld zurück.

Die Bahn hat ihre Kulanzregelung, die wegen der winterbedingten Zugausfälle getroffen wurde, bis zum 29. Dezember verlängert. Die Bahn sprach am Donnerstag von einem weitgehend stabilen Zugverkehr. Dennoch gab es vielerorts Verspätungen und auch Ausfälle. Die ICE-Züge dürfen weiter höchstens auf Tempo 200 beschleunigen, um Schäden durch aufgewirbelte Eisbrocken zu vermeiden.

Wegen der großen Nachfrage waren die Hauptrouten zwischen den Ballungszentren mit Intercitys verstärkt und dafür Nebenstrecken ausgedünnt worden. Noch bis kommenden Mittwoch lässt die Bahn auf den Nord-Süd-Verbindungen täglich bis zu acht zusätzliche Intercitys fahren, auf der Ost-West-Trasse sollen es 16 Extra-Züge sein. “Wir haben alle verfügbaren Züge im Einsatz“, sagte ein Bahnsprecher. Am Silvestertag 2009 hatte gefrierender Regen in Niedersachsen die Oberleitungen mit Eis umhüllt und den Fernverkehr auf einigen zentralen Strecken für Stunden völlig lahmgelegt. Bei dem Eisregen, der am Donnerstag vor allem dem Autoverkehr in Nord- und Ostdeutschland schwer zu schaffen machte, kam die Bahn glimpflicher davon.

dpa

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