Fortschrittlicher Lebensstil

CEO hat seit 15 Jahren keinen Montag im Büro verbracht - aus diesem herzigen Grund

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Dieser CEO ist ein Vorbild für alle berufstätigen Väter.

Montags hat der Chef frei - das weiß in seiner Firma jeder. Anfangs musste er sich dumme Sprüche anhören, doch inzwischen erntet er für seinen Lebensstil Bewunderung.

Über die schwarzen Zahlen muss Gerold Wolfarth, Geschäftsführer der Bk-Group, sich keine Sorgen machen. Seit 2004 hat sich seine Mitarbeiterzahl von 14 auf 200 erhöht. Die Firma läuft - und das, obwohl er zweifacher Familienvater ist und seit 15 Jahren keinen Montag mehr gearbeitet hat.

CEO will mehr Zeit für seine Kinder haben als sein eigener Vater

Im Jahr 2004 wurde seine Tochter geboren, drei Jahre später sein Sohn. Montag für Montag blieb der CEO zuhause und kümmerte sich um seine Kinder. Ihm ist das sehr wichtig, weil er als Kind seinen eigenen Vater oft vermisst hat. "Mein Vater war Landmaschinenschlosser. Wenn er von der Arbeit nach Hause kam, standen in unserem Hof jeden Abend Landwirte, die ihre Traktoren von ihm reparieren lassen wollten", erzählt Wolfarth. Immer wieder habe er mit dem Fußball unter dem Arm auf den Vater gewartet, der ihm versprochen hatte, mit ihm zu spielen. Irgendwann verlor der Junge den Glauben und wartete nicht mehr auf seinen Papa.

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Ein CEO übernimmt Verantwortung als Vater

Als Erwachsener möchte er es jetzt anders machen. Doch wie kann man in einer Vier-Tage-Woche ein expandierendes Unternehmen leiten? "Ich bin der absolute Praxisbeweis, dass es möglich ist", sagt der Unternehmer. Warum tun es ihm nicht mehr Väter gleich? Weil Sie nicht wollen, glaubt Wolfarth. "Männer entziehen sich dieser Verantwortung gerne."

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Väter verbringen weniger Zeit mit ihren Kindern als Mütter

Woran es auch liegen mag: Dass Väter weniger Zeit mit ihren Kindern verbringen als die Mütter ist eine Tatsache. 5,2 Stunden sind Mütter an Werktagen mit ihrem Nachwuchs zusammen, Väter nur 2,9 Stunden, ergab der Geolino-Unicef-Kinderwertemonitors 2014. Auch in Wolfarths Firma nehmen nur sieben Prozent aller Väter den angebotenen Papa-Tag in Anspruch.

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Väterliche Führungskultur erntet Bewunderung

Doch Wolfarth hat auf eine Führungskultur aus Delegation und Mitarbeiterstärkung gesetzt, schreibt das Karriere-Portal Business-Insider. Und das hat sich bewährt: "Meine Führungsmitarbeiter kennen meine Zeiten jetzt genau und halten sich sehr gut daran. So konnte ich mir den Papa-Tag freischaufeln." Heute wird er für seine Konsequenz bewundert.

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