Noch nichts gehört?

Nach dem Bewerbungsgespräch: So oft dürfen Sie nachhaken, bevor es nervt

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Sie haben nach dem Bewerbungsgespräch noch nichts vom Unternehmen gehört? Dann sollten Sie besser nachhaken - aber nicht zu oft.

Nach dem Vorstellungsgespräch warten Bewerber oft wochenlang auf eine Antwort. Doch ab wann und wie oft können Jobsuchende beim Personaler nachfragen?

Nach dem Bewerbungsgespräch beginnt das große Bangen: Bekomme ich den Job oder nicht? Viele Firmen lassen sich mit einer Antwort jedoch gehörig Zeit. Oft verstreichen Wochen oder gar Monate, bis Bewerber überhaupt etwas hören. Da lohnt es sich auf jeden Fall, nachzuhaken - wenn auch mit Vorsicht. 

"Die Art und Weise, wie Sie nach einem erfolgreichen Bewerbungsgespräch weiter vorgehen, kann Ihre Bewerbung aufwerten oder aber regelrecht ruinieren", verrät die amerikanische Karriere-Expertin Lynn Taylor im Gespräch mit dem BusinessInsider. Wenn Sie sich etwa zu oft melden, könnte sich Ihr Gesprächspartner bedrängt fühlen. Melden Sie sich gar nicht, wirke das eher desinteressiert. 

Erster Kontakt: Die Dankesmail

Der erste gute Schritt zu einer Zusage ist also in jedem Fall eine Dankesnachricht an den Gesprächspartner, in der Sie sich für das Vorstellungsgespräch bedanken. So können Sie sich zudem positiv von der Konkurrenz abheben. Diese sollte aber möglichst zeitnah erfolgen - etwa am Nachmittag, wenn das Gespräch am Vormittag war, oder am nächsten Tag, falls es am Nachmittag stattgefunden hat. 

"Personalchefs beurteilen, wie groß die Begeisterung der Bewerber ist, weshalb eine schnelle Reaktion in dem Fall Bände spricht. Außerdem ist dies ein Zeichen für die Wertschätzung der Zeit, die sich diese genommen haben", meint Taylor. 

Zu diesem Zeitpunkt sollten Sie als erstes Nachhaken

Wenn Sie im Bewerbungsgespräch erfahren haben, bis wann Sie mit einer Antwort rechnen können (z.B. "bis Montag"), haben Sie schon einmal einen guten Ansatzpunkt. Haben Sie einige Tage danach immer noch keine Nachricht erhalten, können Sie laut der Expertin ruhig noch einmal nachhaken. 

Keine Reaktion? Dann bloß nicht ungeduldig werden

Doch was tun, wenn die Firma nicht auf meine E-Mail reagiert? Soll ich weiter hartnäckig nachbohren? Besser nicht, so Taylor: "Wenn Sie in jedem Gespräch mit dem Personalchef positive Rückmeldung erhalten haben oder darum gebeten wurden, das Unternehmen auf dem Laufenden zu halten, haben Sie offiziell grünes Licht, was weiteren Kontakt betrifft. Dies gilt, bis Ihnen etwas anderes gesagt wird, wie etwa 'Wir werden uns bei Ihnen melden' oder wenn Sie einfach gar keine Antwort erhalten," erklärt die Karriere-Expertin.

Auch interessant: Drei Sätze, die Sie im Bewerbungsgespräch nie sagen sollten.

Was tun, wenn sich Wochenlang niemand meldet?

Wenn Sie Wochen oder Monate später immer noch nichts über den Stand Ihrer Bewerbung erfahren haben und die Stelle noch ausgeschrieben ist, so sind laut Tylor ein oder zwei weitere E-Mails völlig in Ordnung (wenn Sie dann überhaupt noch Interesse haben).

Nach dem Vorstellungsgespräch ist also Fingerspitzengefühl gefragt. "Wie Sie nach einem Bewerbungsgespräch den Kontakt wiederaufnehmen, kann beweisen, dass Sie zuvorkommend, respektvoll, verlässlich und sogar teamfähig sind. Sie können entsprechend aber auch desinteressiert oder unorganisiert wirken, dadurch, dass Sie zeitlich unangemessen antworten."

Lesen Sie auch: Vorstellungsgespräch verbockt? Das können Sie tun, um Ihre Bewerbung noch zu retten.

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Von Andrea Stettner

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