Mal kurz wegnicken: Warum sich ein Power Napping lohnt

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Einfach hinlegen und Augen schließen: Nach einem Schläfchen geht man konzentrierter an die Arbeit. Archivfoto: Fredrik von Erichsen

Statt mittags in die Kantine zu gehen, kurz ein Nickerchen zu halten: Schlafforscher halten das für eine gute Idee. Doch wie lässt sich ein Power Napping praktizieren?

Regensburg (dpa/tmn) - Mal ehrlich: Ein Nickerchen bei der Arbeit zu halten, ist eine nette Idee. Doch wie soll das funktionieren? Wer in der Pause etwas essen will, hat dafür doch keine Zeit. Schlafforscher Prof. Jürgen Zulley hält an der Idee eines Nickerchens trotzdem fest.

Was soll ein Schläfchen mittags bringen?

Studien belegen, dass ein kurzer Power Nap die Leistungsfähigkeit um bis zu 40 Prozent erhöhen kann, sagt Prof. Zulley. Wer einen schlechten Tag hat, kann auf diesem Weg die Konzentration erhöhen. Keine andere Tätigkeit in der Pause ist so effektiv.

Für Essen bleibt dann aber keine Zeit?

Ist die Pause nur sehr kurz, essen Büroarbeiter am besten erst einen leichten Snack, erläutert Prof. Zulley. Dann können sie sogar einen Kaffee trinken, denn das Koffein wirkt erst nach rund 20 Minuten. Danach legen sie sich hin.

Und wo macht man das, wenn es im Büro keinen Schlafraum gibt?

Im Sommer kann man sich auf einer Bank in einem Park gut ausruhen, sagt Prof. Zulley. Eine andere Möglichkeit ist, den Kopf kurz auf dem Schreibtisch abzulegen oder die Rückenlehne des Bürostuhls nach hinten zu verstellen. Man muss gar nicht richtig schlafen. Es reicht, die Augen zu schließen und sich zu entspannen.

Und dann?

Dann versucht man, etwa 20 bis maximal 30 Minuten auszuruhen. Wer den Power Nap länger macht, ist hinterher in der Regel schlaftrunken und wird nur langsam wieder fit. Nach dem Nickerchen gehen Mitarbeiter am besten ein paar Schritte. Das bringt den Kreislauf wieder in Schwung.

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