Wie sich Firmen angeblich zeigen

Untersuchung zeigt: Diese Rolle spielen Aussehen, Lächeln und das Alter bei der Karriere

Das Gespräch mit dem Chef sollte möglichst konstruktiv sein.
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Lächeln Frauen im Job häufiger als Männer?

Wie stellen sich erfolgreiche deutsche Unternehmen nach außen dar? Eine Untersuchung liefert dazu einige Ergebnisse – eines hat mit dem Lächeln zu tun.

Mit welchen Idealen haben Frauen und Männer* möglicherweise die besseren Karrierechancen? Dieser Frage ist die Berliner Agentur „Mashup Communications“ nachgegangen. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben die Bebilderung der Karriereseiten der „DAX 30“ analysiert. Also von besonders erfolgreichen deutschen Unternehmen. „Die optischen Vorstellungen und vermeintlichen Erwartungen lassen sich auf den Karriereseiten der DAX 30 eindeutig erkennen“, heißt es in der Mitteilung zu der Studie, die einige interessante Ergebnisse liefert, die vielleicht nicht jeder so erwartet hätte.

Bebilderung von Karriereseiten der „DAX“ 30 – Analyse liefert interessante Ergebnisse

Eines der ernüchternden Ergebnisse laut der Mitteilung: „Beim genaueren Hinsehen wird vor allem klar, dass Frauen im Berufsleben immer noch benachteiligt sind.“ Frauen hätten oft das Gefühl, lächeln zu müssen, um nicht steif, arrogant oder unnahbar zu wirken. Dies spiegele sich auch auf den Karriereseiten der untersuchten Unternehmen wider. So die Einschätzung der Experten zu ihrer Analyse.

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Wer lächelt im Job häufiger – Männer oder Frauen?

So gebe es große Unterschiede zwischen den Geschlechtern, teilt die Agentur anlässlich der genannten Analyse mit: Rund 79 Prozent der abgebildeten Frauen lächeln demnach „freundlich“ in die Kamera. Bei den Männern treffe dies nur auf 66 Prozent zu.

„Lächel‘ doch mal!“ – eine Phrase, die Frauen, wie es in der Mitteilung des Unternehmens anlässlich des Reports zudem heißt, oft schon von Kindheit an „mit auf den Weg bekommen.“ Ein Appell mit Folgen, wie die Psychologie-Professorin und Lächel-Forscherin der Universität Yale, Marianne La France, demnach in einem Interview erklärte: „Lächeln passiert oft so automatisch, dass es gar keine Gefühle mehr ausdrückt, sondern nur noch für andere gemacht wird. Das kann dazu führen, dass man nicht mehr ernst genommen wird. Wenn Frauen immer lächeln, dann ruft das beim Gegenüber das Gefühl hervor, dass sie angenehm und fröhlich sind, aber nicht unbedingt auch kompetent.“ Männer würden solch einen Satz dagegen nur „wesentlich seltener“ hören, wie die Ergebnisse einer Studie von YouGov aus dem Jahr 2019 gezeigt habe.

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Karrierechanchen: Welche Rolle spielen womöglich Gewicht und Alter?

„An der Spitze wird nicht nur die Luft dünn, sondern auch der oder die erfolgreiche MitarbeiterIn“, teilt die Agentur weiter mit. Dieser Eindruck entstehe „unumgänglich“ beim Betrachten der dargestellten Personen auf den untersuchten Karriereseiten: „Mit einer eindeutigen Mehrheit von 95 Prozent sind die Mitarbeitenden schlank“, so eines der Ergebnisse. „Nicht einmal 100 von den fast 2.000 untersuchten Personen sind nicht schlank.“

Und auch das Alter der Abgebildeten falle auf, wie es in der Mitteilung unter anderem heißt: „Fast ein Dreiviertel aller DAX-30-Mitarbeitenden sind den Visualisierungen der Webseiten zu Folge unter 35 Jahren alt. Bei den Frauen gehören ganze 80 Prozent zu dieser Kategorie, bei den dargestellten Männern sind es hingegen nur zwei Drittel.“ Mehr zu der Analyse finden Sie hier. (ahu)*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Zentral-Redaktionsnetzwerks.

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Überraschend: Diese fünf Berufe machen krank

In einigen Berufen melden sich die Mitarbeiter besonders häufig krank - sei es wegen Atemwegsinfektionen, Rückenschmerzen oder Depressionen. Welche Jobs die meisten Fehltage verursachen, zeigt eine Auswertung der Krankenkassen.
Platz 5: Mitarbeiter der öffentlichen Verwaltung und Sozialversicherung - 18,6 Fehltage
Platz 4: Angestellte der Müllabfuhr oder Recycling-Mitarbeiter - 19,4 Fehltage
Platz 3: Verkehrsbranche wie LKW- oder Lokfahrer bzw. Mitarbeiter im Straßenbau - 19,8 Fehltage
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