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Sind Sie ein „Junior“ oder „Senior“? Nicht nur die Berufsjahre zählen laut Experten bei der Bewerbung

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Von: Anne Hund

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Für Bewerber ist es manchmal gar nicht so einfach, herauszufinden, ob Sie den Anforderungen laut Stellenprofil auch wirklich entsprechen. Karriere-Experten wissen Rat.

Welche Stelle passt zu mir? Bei dieser Frage stoßen Bewerber häufiger auf die Begriffe „Junior“ oder „Senior“. Für alle, die sich nicht sicher sind, welchem Karriere-Level sie sich selbst zuordnen würden, haben die Experten der Jobbörse Indeed.com einen Rat. So beschreibe man mit der Bezeichnung Junior Berufsanfängerinnen oder Berufsanfänger, die „entweder gar keine oder bis zu drei Jahre Erfahrung auf dem Arbeitsmarkt“ vorweisen könnten, heißt es in einem Beitrag der Plattform. Zwar gebe es bei der konkreten Definition keine verbindliche Einteilung, räumen die Experten ein. Dennoch gebe es ein paar Faktoren, die für eine Junior-Stelle „im Normalfall charakteristisch“ seien, wie sie auf ihrer Homepage erklären.

Was eine Junior-Stelle den Karriere-Experten zufolge auszeichnet:

Tipps für Bewerber: Ist eine Stelle als „Junior“ geeignet?

Das Gespräch mit dem Chef sollte möglichst konstruktiv sein.
Bewerber sollten sich einem möglichen Bewerbungsgespräch darüber informieren, wer in der Firma in welchen Rollen arbeitet. (Symbolbild) © picture alliance / Silas Stein/  dpa

Diese Faktoren können zur Orientierung dienen. Um festzustellen, ob eine Stelle im konkreten Fall zu einem passt, sollte man sich den Experten zufolge jedoch auch mit der Firma selbst auseinandersetzen. Man sollte sich zum Beispiel darüber informieren, wer in dem Unternehmen in ähnlichen Rollen tätig ist, was in den jeweiligen Jobs und Branchen gefordert ist und welche Hierarchien mit welchen Aufgaben verbunden sind. Nicht zuletzt gibt es je nach Rolle und Berufsbranche natürlich auch deutliche Unterschiede beim Gehalt.

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Wo liegt der Unterschied zur Senior-Stelle?

Wollen Sie sich als „Junior“ bewerben, sollten Sie auch abklären, was die nächste Karriere-Stufe wäre. Wo ist die Grenze zum „Senior“? In der Regel bestehe zwischen Junior- und Senior-Mitarbeitern „eine klare Hierarchie“, heißt es etwa in dem Beitrag auf Indeed.de. „Letztere können mehr Erfahrung vorweisen, arbeiten selbstständiger an ihren Aufgaben und tragen mitunter Verantwortung für weitere Angestellte.“ Neben dem Anlernen von neuen Mitarbeitenden seien sie „in der Regel für die Ideenfindung“ zuständig. 

Gründlicher Blick auf Stellenausschreibungen lohnt sich

Bei der Frage, auf welchem Level Sie sich selbst sehen, lohnt nicht zuletzt ein gründlicher Blick auf die Stellenausschreibungen und das darin geforderte Profil. Denn nicht überall bedeutet „Senior“ automatisch dasselbe. Inga Dransfeld-Haase, Präsidentin des Bundesverbands der Personalmanager, hat einem Bericht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) zufolge zum Beispiel folgenden Rat:  „Prüfen Sie die Aufgabengebiete und Qualifikationen in der Stellenausschreibung. Vergleichen Sie diese mit Ihrem Lebenslauf. Wenn Sie eine Passung feststellen, dann rate ich zur Bewerbung und Klärung noch offener Punkte im Bewerbungsgespräch“, sagt Inga Dransfeld-Haase.

Bei einer Bewerbung ist im Zweifel Mut gefragt. „Ist die Stellenausschreibung nicht ganz klar, rate ich zu Mut“, rät die Expertin laut dpa. Werfen Sie Ihren Hut in den Ring und klären Sie im Bewerbungsgespräch, was die genauen Anforderungen sind.“

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