Jobcenter: Mehr Darlehen für Hartz-IVler

Nürnberg - Immer mehr Hartz-IV-Empfänger beantragen bei ihrem Jobcenter ein zinsloses Darlehen.

Nach den aktuellsten Daten vom Februar stieg die Zahl der sogenannten Bedarfsgemeinschaften, die eine entsprechende Unterstützung erhielten, binnen Jahresfrist von 14.600 auf 17.600 an. Im Schnitt erhalte jede Familie rund 250 Euro, die sie dann in kleinen Raten zurückzahlen müsse, erläuterte eine Sprecherin der Bundesagentur für Arbeit (BA) am Montag in Nürnberg.

„Die Darlehen werden dann gewährt, wenn plötzlich ein Bedarf da ist, den ich aus meinem Ersparten nicht decken kann“, erklärte die Sprecherin. Häufig seien Stromnachzahlungen der Grund für einen Antrag, aber auch eine kaputte Waschmaschine oder die nötige Reparatur eines Autos brächten Empfänger von Arbeitslosengeld II leicht in finanzielle Bedrängnis.

Da mehr Betroffene ein Darlehen erhalten, steigen auch die Ausgaben dafür: Waren es 2010 im Durchschnitt monatlich noch vier Millionen Euro, wuchs die Summe 2011 auf monatlich fünf Millionen Euro an, wie die Sprecherin einen Bericht der „Bild“-Zeitung bestätigte. Den Anstieg erklären sich die Jobvermittler vor allem damit, dass inzwischen mehr Menschen von der Möglichkeit eines solchen zinslosen Kredits wüssten.

dpa

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