Vorsicht

Bewerbungsgespräch: Verlangt Ihr neuer Chef zu viel? Achten Sie auf diese Anzeichen

Zu hohe Ansprüche vom Chef treiben viele Mitarbeiter zur Kündigung. Damit es im neuen Job besser wird, sollten Sie im Vorstellungsgespräch auf gewisse Anzeichen achten.

Wer seinen Job kündigt, hat dafür gute Gründe*. Neben einem zu niedrigen Gehalt steckt tatsächlich oft der Chef dahinter, wie eine Umfrage des Gehaltsdienstleisters compensation-partner.de aus dem Jahr 2019 zeigt. So gaben je 43 Prozent der Befragten an, dass für sie Überlastung und zu geringe Wertschätzung durch den Vorgesetzten ein entscheidender Grund sei, den Job zu wechseln.

Drei Anzeichen für fordernde, strenge Chefs

Damit Sie bei einem Jobwechsel nicht vom Regen in die Traufe kommen, sollten Sie schon im Bewerbungsgespräch auf einschlägige Anzeichen achten, ob ihr potentieller Chef wahrscheinlich zu streng ist und zu viel von Ihnen verlangen wird.

Bewerber können im Vorstellungsgespräch auf bestimmte Zeichen achten, um ihren neuen Chef besser einzuschätzen.

Lesen Sie auch: Wer kündigt, vergisst oft eine wichtige Sache zu bedenken.

  • Hohe Ansprüche – aber geringe Erfolgsaussichten: Die Position hört sich gut an, doch schon im Vorstellungsgespräch stellt ihr potentielle Boss klar: Hier wartet eine lange To-Do-Liste auf Sie. Problematisch wird das vor allem dann, wenn nicht klar wird, inwiefern sich der Erfolg der Firma, für den Sie sich einsetzen, am Ende für Sie auszahlt. „Eine Form der Überforderung besteht darin, von einem Mitarbeiter hohen Einsatz zu erwarten, ohne artikulieren zu können, was für ihn am Ende dabei herausspringt.“ , warnt der Karriereblog Fairygodboss. Das könnte darauf hindeuten, dass der Vorgesetzte dieses Ziel gar nicht im Blick hat.
  • Mikromanager im Anflug: Perfektionisten, die es ohnehin scheuen, die Kontrolle für bestimmte Projekte abzugeben, haben oft auch übertrieben hohe Ansprüche. Wenn Ihr potentieller Chef nicht müde wird zu betonnen, wie eng er mit Team XY zusammenarbeitet, sollten bei Ihnen die Alarmglocken angehen.
  • Körpersprache: Gestik und Mimik verraten oft mehr über einen Vorgesetzen und seine Einstellungen, als ihm lieb sein dürfte. Wenn Sie strenge Chefs so gar nicht abhaben können, achten Sie im Vorstellungsgespräch besonders auf Zeichen von Einschüchterungen: Wenn Ihr Gegenüber Sie von oben bis unten mustert, auf Sie zeigt und sich auffallend oft vorlehnt, könnte er versuchen, Sie zu unterdrücken oder Ihre Belastbarkeit auszutesten, warnen die Karriereexperten von Glassdoor.

(as) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Quelle: compensation-partner.de, glassdoor.de, fairygodboss.com

Mehr zum Thema: Bewerbungsgespräch: Mit dieser klugen Frage entlarven Sie schlechte Chefs.

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Zehn Dinge, die Sie im Bewerbungsgespräch sofort disqualifizieren

Wer sich zu viel schminkt oder übermäßig stylt, der fällt bei 5 Prozent aller Personalchefs sofort durch. Wenn Sie sich also nicht gerade in einer Firma für Stylingprodukte bewerben, sollten Sie knalligen Lippenstift, zu viel Haargel oder auffälligen Lidschatten lieber sein lassen.
Zu schlaff, zu stark oder verschwitzt? Ein schlechter Händedruck fällt bei sechs Prozent der Personaler negativ auf.
Wer mit einem Coffee-to-go oder der Coladose in der Hand beim Vorstellungsgespräch erscheint, sorgt bei 14 Prozent der Recruiter für Stirnrunzeln.
Ihr bewerbt euch für einen Job in der Bank, erscheint aber in Jeans und T-Shirt? Zu lässige Kleidung disqualifiziert Sie bei 24 Prozent aller Personalchefs. Kleiden Sie sich also lieber etwas zu schick als zu bequem - damit macht man nichts falsch.
Zehn Dinge, die Sie im Bewerbungsgespräch sofort disqualifizieren

Rubriklistenbild: © Shotshop/imago-images

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