Bewerbungsfragen

„Welches Tier wären Sie gerne?“ So beantworten Sie skurrile Fragen im Vorstellungsgespräch

Eine Bewerberin sitzt im Vorstellungsgespräch. Außergewöhnliche Bewerbungsfragen bringen wohl die meisten Kandidaten ins Schwitzen.
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Außergewöhnliche Bewerbungsfragen bringen wohl die meisten Kandidaten ins Schwitzen.

Bei Bewerbungsfragen werden Personaler gerne besonders kreativ. Jobsuchende sollten sich davon jedoch nicht beirren lassen – und mit ihren Antworten klug kontern.

Im Vorstellungsgespräch* richten sich alle Augen auf den Bewerber: Wie ist sein Auftreten? Wirkt er selbstbewusst oder eher nervös? Und wie souverän antwortet er auf die gestellten Bewerbungsfragen? Wer gut vorbereitet ist, der braucht auch vor schwierigen Fragen keine Angst zu haben. Besonders drei Arten von Interviewfragen sollten Jobsuchende kennen.

Außergewöhnliche Bewerbungsfragen sollen Kandidaten aus der Reserve locken

Bewerber sind in der Regel bestens vorbereitet, wenn sie zum Vorstellungsgespräch erscheinen. Besonders Standardfragen wie „Was sind ihre Stärken und Schwächen?“ locken sie nur noch selten aus der Reserve. Deshalb versuchen Personaler gerne mit unerwarteten, außergewöhnlichen Fragen die Bewerber herauszufordern und so ihr authentisches Ich zum Vorschein zu bringen. Das Karriereportal Glassdoor hat rund 8.000 Bewerbungsfragen ausgewertet, die auf der Plattform geteilt wurden, und dabei drei Kategorien für außergewöhnliche Fragen festgestellt:

1. Persönlichkeitsfragen

Fragen zur Persönlichkeit werden laut Glassdoor gerne gestellt, um zu testen, ob der Bewerber zur ausgeschriebenen Stelle passt:

  1. „Wenn Sie ein Tier wären, welches wären Sie und warum?“ (Stollwerck)
  2. „Was wäre der Titel Ihrer Autobiografie?“ (Boston Consulting)
  3. „Was wäre ein Grund, aus dem wir Sie nicht nehmen sollten?“ (Bertelsmann)
  4. „Wo sehen Sie sich in 30 Jahren?“ (Airbus)
  5. „Welchen Rat würden Sie ihrem 15-jährigen Ich geben?“ (Hays)

Die richtige Antwort: Bleiben Sie ehrlich und vor allem authentisch. Im Grunde wollen Personaler mit Persönlichkeitsfragen nichts anderes als Ihre Stärken und Schwächen herauskitzeln.

Auch interessant: Vorstellungsgespräch: Mit diesen Fragen werden Sie getestet.

Im Video: Diese Sprüche sollten sich Bewerber verkneifen

2. Schätzfragen

Diese Kategorie ist besonders verzwickt, denn damit testet ihr zukünftiger Chef oder der Personaler Ihre analytischen Fähigkeiten und wie sie an Probleme herangehen:

  • „Wie viele Schmuckstücke liegen am Strand von Nizza vergraben?“ (Deloitte)
  • „Wie viele Grad liegen zwischen dem Minuten- und Stundenzeiger, wenn es 15.15 Uhr ist?“ (Altran)
  • „Wie können Sie bei geschlossener Tür testen, ob ein automatisches Licht im Bad tatsächlich ausgeht?“ (Daimler)
  • „Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Menschheit auf außerirdisches Leben stößt?“ (AppNexus)

Die richtige Antwort: Besonders Schätzfragen sorgen schnell für schweißnasse Hände bei den Bewerbern. Hier sollten Sie jedoch keinesfalls vorschnell mit „Ich weiß es nicht“ antworten, auch wenn das der Wahrheit entspricht. Aber seien Sie beruhigt: Hier gibt es keine richtige oder falsche Antwort. Zeigen Sie stattdessen auf, über welche Denkwege und mit welchen Annahmen Sie zu einer Lösung gelangen .

Lesen Sie auch: Bewerbungsgespräch: So antworten Sie richtig auf die beliebtesten Fragen.

3. Verhaltensfragen

Passt der Bewerber ins Team und zum Unternehmen? Das testen Personaler mit sogenannten Verhaltensfragen.

  • „Was ist das Verrückteste, das Sie jemals gemacht haben?“ (EF Education First)
  • „Was würden Sie tun, wenn Sie vor dem Kino versetzt werden, aber schon die Tickets gekauft haben?“ (BMW)
  • „Was ist wichtiger? Dissens oder Konsens?“ (BMW)

Die richtige Antwort: Wie auch bei den Persönlichkeitsfragen gilt hier vor allem eins: Bleiben Sie authentisch. Zeigen Sie, wieviel Humor und Kreativität in Ihnen stecken, jedoch ohne zu privat oder „geschwätzig“ zu werden.

Schwierige Bewerbungsfragen: Lassen Sie sich nicht verunsichern

Egal, wie schwierig die Bewerbungsfragen auch sind: Bewerber sollten die Fragen sportlich nehmen, rät auch Arbeitsmarkt-Experte Felix Altmann auf dem Glassdoor-Blog. „Kandidat*innen sollten sich nicht davon verunsichern lassen, sondern es als Chance begreifen, mehr von ihrer Persönlichkeit zu zeigen und ein offeneres Gespräch zu führen. Am Ende profitieren beide Seiten davon, wenn es nicht nur fachlich, sondern auch persönlich und kulturell passt.“ (as) *Merkur.de ist teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Mehr zum Thema: Zehn fiese Bewerbungsfragen, die Sie provozieren sollen.

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Zehn Dinge, die Sie im Bewerbungsgespräch sofort disqualifizieren

Wer sich zu viel schminkt oder übermäßig stylt, der fällt bei 5 Prozent aller Personalchefs sofort durch. Wenn Sie sich also nicht gerade in einer Firma für Stylingprodukte bewerben, sollten Sie knalligen Lippenstift, zu viel Haargel oder auffälligen Lidschatten lieber sein lassen.
Zu schlaff, zu stark oder verschwitzt? Ein schlechter Händedruck fällt bei sechs Prozent der Personaler negativ auf.
Wer mit einem Coffee-to-go oder der Coladose in der Hand beim Vorstellungsgespräch erscheint, sorgt bei 14 Prozent der Recruiter für Stirnrunzeln.
Ihr bewerbt euch für einen Job in der Bank, erscheint aber in Jeans und T-Shirt? Zu lässige Kleidung disqualifiziert Sie bei 24 Prozent aller Personalchefs. Kleiden Sie sich also lieber etwas zu schick als zu bequem - damit macht man nichts falsch.
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