Feedback

Wer beim Kritisieren diesen Fehler macht, schießt sich ins Aus

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Kritikgespräche sollten nicht einfach zwischen Tür und Angel stattfinden.

Kritik an anderen geht oft leicht über die Lippen - Kritik einstecken ist dagegen schwerer. Wie also spricht man Kritik aus, dass sie vom Gegenüber angenommen wird?

Wer schon einmal kritisiert wurde - und das wurde mit Sicherheit schon jeder einmal - der weiß: Angenehm ist das nicht. Und meist kann die Kritik sogar nicht einmal vom Kritisierten angenommen werden, da er sie entweder für nicht angebracht hält oder aber demjenigen, der sie ausspricht, vorwirft, die Kritik sei nicht sachlich genug formuliert oder wenig konstruktiv.

Doch wie bekommt man es nun hin, Kritik so auszusprechen, dass sie beim Gegenüber möglichst positiv ankommt? Und wie kann man Kritik am besten einstecken und sie für sich selbst als hilfreich erachten?

Ob Kritisierter oder Kritisierender: Lösungsorientierung ist das Zauberwort

Mediatorin Stephanie Huber erklärte gegenüber dem Portal Business Insider: "Übt man Druck auf einen Menschen aus, wird dies in aller Regel als Angriff empfunden — auf Angriff reagieren die Menschen seit Urzeiten nach dem gleichen Prinzip: Verteidigung, Flucht oder totstellen."

Der Expertin zufolge sollten sich Menschen, die Kritik an jemand anderem aussprechen wollen, also genau überlegen, wie sie diese Kritik formulieren. Denn: "Aus Kritik entsteht schnell ein Kreislauf aus Argumenten, Rechthaberei, Anklagen, Schuldzuweisungen, Verletzungen und nicht selten Wut – vermeidbare Konflikte, wenn man sich Mühe macht, mehr über Kritik zu lernen",

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Werde Kritik dann negativ aufgefasst, führe das in fast allen Fällen zu Ablehnung und dem Gegenteil eines konstruktiven Feedbackgesprächs. Im Zentrum einer Kritik sollte also die Frage stehen: Worum geht es mir bei dem Konflikt wirklich? "Hinter jeder Kritik versteckt sich ein Wunsch", so Huber.

Das Wichtige beim Aussprechen von Kritik sei also, dass sie sachlich formuliert wirdEmotionen haben dort nichts zu suchen.

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sca

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