Bewerbung

Anschreiben: Diesen Tipp befolgt fast jeder – dabei soll er falsch sein

Im Bewerbungsanschreiben zeigen sich Bewerber von ihrer besten Seite. Dabei haben sie mehr Platz zur Verfügung, als bisher angenommen.
+
Im Bewerbungsanschreiben zeigen sich Bewerber von ihrer besten Seite. Dabei haben sie mehr Platz zur Verfügung, als bisher angenommen.

Im Anschreiben präsentieren sich Bewerber von ihrer besten Seite. Doch wegen eines "ungeschriebenen Gesetzes" könnten viele ihre Chance auf den Job verpassen.

Das Anschreiben gehört wohl zum schwierigsten Teil einer Bewerbung. Hier präsentieren sich Bewerber von ihrer Schokoladenseite, wollen zeigen, was sie bereits erreicht haben und wieso sie so gut in genau dieses Unternehmen passen. Hier muss jedes Detail sitzen. 

Das Anschreiben darf nur eine Seite lang sein? Unsinn!

Doch dabei halten sich fast alle Bewerber an ein "ungeschriebenes Gesetz", dass von den meisten Ratgebern als Standard-Tipp verbreitet wird. "Viele Bewerber sind der Meinung, ein Anschreiben dürfe auf keinen Fall länger als eine Seite sein oder sollte maximal aus drei Absätzen bestehen. Von solchen ungeschriebenen Gesetzen halte ich nichts", meint Karriere- und Bewerbungscoach Bernd Slaghuis. 

Der Experte verrät auf dem Online-Portal BusinessInsider, wieso er diesen weit verbreiteten Tipp für Unsinn hält: "Gute Lesbarkeit, Übersichtlichkeit in der Struktur und Klarheit in den Aussagen sind entscheidender als zusammengequetschte Schachtelsätze und Seitenränder im Millimeter-Bereich."

Lesen Sie auch: Sechs typische Fehler im Lebenslauf, die fast jeder einmal macht.

Anschreiben muss einen Mehrwert bieten

Wer zeigen will, wieso genau er der richtige für den Job ist, und dafür eben mehr als eine Seite brauche, für den kann ein längeres Anschreiben genauso erfolgreich sein. Wichtiger für das Anschreiben sei ohnehin, dass Bewerber auf Standardfloskeln verzichten ("Hiermit bewerbe ich mich als...", "Ich suche eine Herausforderung..") und gegenüber dem Lebenslauf einen Mehrwert bieten. 

"Wer nur seinen Lebenslauf in Textform bringt und einen potenziellen Arbeitgeber mit Textbausteinen aus frei verfügbaren Musteranschreiben begeistern will, der wird damit nicht punkten können", so Slaghuis.

Zum Weiterlesen: Wie schreibe ich ein richtig gutes Anschreiben?

Von Andrea Stettner

Zehn Dinge, die Sie im Bewerbungsgespräch sofort disqualifizieren

Wer sich zu viel schminkt oder übermäßig stylt, der fällt bei 5 Prozent aller Personalchefs sofort durch. Wenn Sie sich also nicht gerade in einer Firma für Stylingprodukte bewerben, sollten Sie knalligen Lippenstift, zu viel Haargel oder auffälligen Lidschatten lieber sein lassen.
Zu schlaff, zu stark oder verschwitzt? Ein schlechter Händedruck fällt bei sechs Prozent der Personaler negativ auf.
Wer mit einem Coffee-to-go oder der Coladose in der Hand beim Vorstellungsgespräch erscheint, sorgt bei 14 Prozent der Recruiter für Stirnrunzeln.
Ihr bewerbt euch für einen Job in der Bank, erscheint aber in Jeans und T-Shirt? Zu lässige Kleidung disqualifiziert Sie bei 24 Prozent aller Personalchefs. Kleiden Sie sich also lieber etwas zu schick als zu bequem - damit macht man nichts falsch.
Zehn Dinge, die Sie im Bewerbungsgespräch sofort disqualifizieren

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare