Internetbetrug

Die 5 gemeinsten Tricks online

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Mittlerweile wissen wir alle, dass wir besonders im Internet auf der Hut vor Betrügern sein müssen.

Als Verbraucher müssen wir uns online vor Abzocke schützen und sollten skeptisch sein, wenn wir auf unbekannten Seiten navigieren oder etwas Neues ausprobieren. Fake-Shops und Datenraub lauern im World Wide Web. Falsche Gewinnbenachrichtigungen verleiten hoffnungsvolle Nutzer zur Preisgabe der gewünschten Daten: Mit geschickten Maschen versucht man uns in die Falle zu locken.

Kriminelle Kreativität

Das Internet ist im täglichen Leben von uns allen präsent: Als Informationsquelle, als Mittel der modernen Kommunikation durch die Nutzung von Social Media und nicht zuletzt als internationaler Marktplatz. Bequemes Shoppen, mobiler Zugriff und eine riesige Auswahl gehören zu den Vorteilen der Nutzung von online Angeboten.

Doch neben seriösen Anbietern tummeln sich im Netz auch viele Gauner, die unser Geld wollen. Sie lassen sich so einiges einfallen, um uns zu verführen: Sie locken uns mit attraktiven Gewinnspielen und kostenlosen Tests. Sie schicken uns täuschend echt wirkende E-mails von vermeintlichen Autoritäten und erstellen Kopien bekannter Seiten. Sie verschleiern die Kosten Ihrer Angebote und verleiten uns zur Nutzung überteuerter Dienstleistungen.

Selbst im Fall von Online-Spielen stehen Betrügereien vor der Tür. In diesem Bereich ist besondere Aufmerksamkeit geboten; doch selbst diejenigen unter uns, die wenig Erfahrung besitzen und sich nicht allzu gut auskennen, können sich anhand von Testseiten informieren. Wir sind den Gefahren des Internets nicht völlig hilflos ausgeliefert.

Wenn wir uns über gängige Maschen der Betrüger informieren und vorsichtig mit sensiblen Daten umgehen, lassen sich die Risiken deutlich reduzieren.

5 häufige Tricks von Internet-Betrügern:

  • Phishing Mails

Betrüger versenden oft gefälschte E-mails. Es handelt sich dabei nicht um harmlosen Spam, der unerwünschte Werbung enthält. Diese Mails bergen größere Gefahren und landen in verschiedenen Ausführungen im Posteingang: Beispielsweise geben sich die Betrüger als Mitarbeiter der Bank aus und versuchen unter einem Vorwand Zugangsdaten wie Passwörter, PINs und TANs herauszufinden.

Manchmal fordern sie uns auf, einen Anhang in der Mail zu öffnen. Dieser führt uns dann auf eine gefälschte Seite, die der Bankenseite täuschend ähnlichsieht. Geben wir dort unsere Daten ein, dann erbeuten die Betrüger die gewünschten Informationen und können sich in unser Konto einloggen.

Eine häufig gefundene Variante sind auch gefälschte Nachrichten sozialer Netzwerke. Sie warnen etwa vor verdächtigen Aktivitäten auf dem Nutzerkonto und beinhalten eine Schaltfläche mit einem Link zu einer Phishing-Login-Seite. Ebenso werden Fake-Benachrichtigungen bekannter Marken, Autoritäten oder des E-mail-Anbieters selbst verwendet, um an die Daten zu kommen.

  • Abo-Falle

Es werden von den Bauernfängern sogar Anzeigen bei Suchmaschinen und bei sozialen Netzwerken wie Facebook geschaltet, um uns auf ihre Seiten zu locken. Angeblich stark reduzierte Preise sollen uns verführen. Nach einer Registrierung erhalten wir Zugriff auf eine Plattform, über die wir angeblich Händler für Restposten und Sonderangebote finden können. 

Tragen wir unsere Daten dort ein und melden uns an, wird uns eine ordentliche Summe als Jahresbeitrag in Rechnung gestellt. Ein Hinweis im Kleingedruckten dazu ist zwar vorhanden, doch ist dieser so platziert, dass er leicht übersehen wird. Es gibt auch keinerlei Garantie, dass die gesuchte Ware tatsächlich bei einem der Händler im Angebot ist. 

Besonders gerissene Betrüger versuchen solche Angebote vor allem an Gewerbetreibende heranzutragen und dann behaupten sie, diese hätten kein Recht, den Vertrag zu widerrufen.

  • Der "Trojaner"

Das durch die griechische Sage bekannte “trojanische Pferd” nehmen sich Cyberkriminelle zum Vorbild und installieren heimlich ein Schadprogramm, sogenannte Malware, auf den Rechnern ihrer Opfer. Per E-Mail erhalten wir etwa ein attraktives Angebot, das über einen Anhang zu einer Internetseite führt. Hier können wir zum Beispiel Spiele herunterladen oder Videos anschauen. Über den Download nistet sich im Hintergrund der Trojaner auf unserem PC ein. Manchmal reicht es schon, wenn wir nur die Seite besuchen (Drive-by-Download). Durch die Malware haben die Hacker Einsicht in private Daten und können alle Aktivitäten am Computer verfolgen.

Eine Version des Trojaners, der „Keylogger“ zeichnet heimlich die Anschläge der Tastatur auf. Durch dieses Verfahren gelingt es den Betrügern unbemerkt unsere Passwörter, PINs und TANs zu stehlen. Auch Mausbewegungen und Klicks werden ausgewertet und verwendet, um Online-Banking-Verfahren zu überlisten, bei denen wir PIN und TAN über eine virtuelle Tastatur eingeben.

  • Scareware

Tauchen plötzlich Warnungen auf, dass auf unserem Rechner ein Virus entdeckt wurde, ist eine unüberlegte Reaktion verständlich. Deshalb ist es ein immer noch weit verbreiteter Trick über Werbeanzeigen, Internetseiten und Freeware-Installationen, diese Masche einzuleiten. 

Dem Warnhinweis folgt unmittelbar das Angebot schneller Hilfe: Ein angebliches Antiviren-Programm steht zum sofortigen Download zur Verfügung. Ein Klick genügt und wir laufen Gefahr, unseren PC tatsächlich mit einem Virus zu infizieren. Oder der Download zieht Kosten nach sich, die nur auf den zweiten Blick erkenntlich sind und die wir in der Aufregung übersehen. 

Es geht darum uns zu erschrecken und dadurch zu spontanen Handlungen zu verleiten, die wir normalerweise überdenken würden. Von angeblichen Hacker-Angriffen über Nachrichten von vermeintlichen Anwälten bis hin zu gefälschten Polizeimeldungen: Die Betrüger ziehen alle Register.

  • Der "nigerianische Prinz"

Eigentlich ein alter Hut und so absurd, dass wir uns wundern müssen, wie jemand auf so etwas hereinfallen kann, ist diese Vorgehensweise: Der angebliche Verwandte oder auch Anwalt eines verstorbenen Millionärs benötigt Hilfe. In einer E-mail wird uns angetragen dem reichen Erben unter die Arme zu greifen und ihn dabei zu unterstützen, seine Vermögensansprüche geltend zu machen. Natürlich geht es um finanzielle Unterstützung.

Es wird eine großzügige Aufwandsentschädigung in Aussicht gestellt, sobald die vermeintlichen amtlichen Fragen geklärt sind. Uns wird eine beeindruckende Belohnung versprochen, wenn wir bereit sind, zu helfen. Natürlich müssen wir außer Geld auch noch detaillierte Informationen über uns selbst bereitstellen.

Fazit

Von geschickt erstellten Fake-Shops und betrügerischen Internetseiten bis hin zu grotesken Anfragen via E-Mail: Wir finden im Internet wirklich (fast) alles. Stoßen wir auf Probleme, kann es selbst dann kompliziert werden, wenn es sich nur um etwas scheinbar Simples, wie die Retour einer Ware handelt.

Ist bei einem Einkauf im Supermarkt um die Ecke etwas schief gelaufen, dann bringt man die Ware zurück und hat auch gleich Ansprechpartner vor Ort. Im Internet muss man viele Teilschritte gehen und jeder bietet einen Angriffspunkt für versierte Cyberkriminelle. Deshalb müssen wir Verbraucher besonders darauf achten, uns vor Online Betrügereien zu schützen.

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