Neue App auf dem Markt

Google Messages im Vergleich mit WhatsApp: Damit punktet der neue Messenger des US-Riesen

Google Messages könnte zur echten Konkurrenz für WhatsApp werden. Aber wo punktet die neue App des US-Riesen? Wir geben eine Übersicht.

  • Google Messages ist die neue Chat-App von Google.
  • Der neue Google-Messenger macht WhatsApp Konkurrenz.
  • Zu finden ist die neue Messenger-App im Google Play Store.

Mountain View/Kalifornien - Eine Messenger-App hat heutzutage fast jeder auf seinem Smartphone. SMS schreibt kaum noch einer. Nun will Google mit seinem neuen Messenger WhatsApp und Telegram Konkurrenz machen und ebenfalls ins Geschäft der Kurznachrichten einsteigen. 

Google Messages: App kann auch SMS empfangen

Google setzt mit seiner neuen Messenger-App auf die Möglichkeit, auch SMS und MMS zu empfangen. So werden alle Nachrichten aus alles Netzwerken in einer App gesammelt. Und man muss für seine SMS-Nachrichten nicht mehr in eine eigene App gehen.

Außerdem kann bei Google Messages wie bei WhatsApp ein Gruppenchat erstellt werden. Genauso sollen die Features wie Audionachrichten, Emojis, Sticker und Standort senden verfügbar sein, wie RUHR24.de* berichtet.

Google Messenger mit ähnlichen Funktionen wie Konkurrent WhatsApp

Außerdem wirbt Google damit, dass die Suche innerhalb der Chats sehr einfach sein soll. Und zwar indem die Chats einzelner Kontakte nach Nachrichten und Fotos durchsucht werden können. Eine ähnliche Funktion gibt es allerdings auch bei WhatsApp - und bei der Messenger-Alternative Telegram

Telegram kann außerdem noch in Sachen Datenschutz und einem erst kürzlich hinzugefügten Update gegenüber WhatsApp punkten*. Wie es diesbezüglich bei der Google-App aussehen wird, bleibt abzuwarten. Zudem soll in der App von Google auch ein Darkmode, also ein Dunkelmodus, zur Verfügung stehen. So lassen sich Nachrichten in der Dunkelheit angenehmer lesen und schreiben.

Konkurrenz zu WhatsApp? Google bringt neue Messenger-App raus

Ein gravierender Unterschied zur Konkurrenz WhatsApp: Mit dem Messenger von Google können GooglePay-Zahlungen getätigt und auch empfangen werden. Das macht die Chat-App zu einem Allround-Talent.

Anfang Mai veröffentlichte Google die ersten Download-Zahlen zu Google Messages: Die Chat-App soll bereits zu diesem Zeitpunkt auf über einer Milliarde Geräten installiert gewesen sein. Laut der Website Areamobile.de sollen jedoch nur eine geringe Anzahl auf Google-Smartphone, wie bspw. Pixel oder Google One vorinstalliert sein.

Google: Sicherheitslücke bei Chat-App muss noch geschlossen werden

Google habe "die Nutzerzahlen scheinbar nicht durch automatische Installationen künstlich in die Höhe getrieben". Wie es um eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung steht, ist derzeit noch unklar. Bisher wurde sie noch nicht eingeführt, da Google angeblich zuerst andere Schwachstellen beheben wollte.

Der neue Google Messenger könnte Whatsapp Konkurrenz machen.

Eine solche Sicherheitsgarantie ist den Nutzern aber wichtig, sodass auch WhatsApp die Verschlüsselung vor einiger Zeit einführte. Laut Experten soll aus dem Programmcode der App ablesbar sein, dass eine Verschlüsselung bei Google Messages bald kommen soll.

Bei Apple gibt es aktuell Probleme mit der iCloud - anscheinend löscht der virtuelle Speicher einfach Daten der Kunden. 

Neue App auch für Apple? Google Messages nur für Android Geräte

Zu finden ist die App kostenlos im Google Play Store. Bisher scheinen die Nutzer mit Google Messages zufrieden zu sein. Durchschnittlich wurde die App mit 4.4 von 5 möglichen Sternen bewertet (Stand 25. Mai).

Auf dem Apple iPhone kann der neue Google Messenger WhatsApp jedoch keine Konkurrenz machen. Denn die neue Chat-App ist derzeit nicht auf Apple Geräten verfügbar. Vermutlich werden die Apple-Liebhaber aber wegen einer App nicht das Gerät und die Software wechseln. Es bleibt also abzuwarten, wie sich die Messenger-App von Google durchsetzen wird. 

Google Messages: Das sagen die Nutzer über die WhatsApp-Konkurrenz

Und auch auf Android Geräten wird die App nur ab dem Software-Update Android 6.0 oder höher unterstützt. Als negativer Punkt wurde in den Bewertungen außerdem erwähnt, dass die App als standardmäßig für den SMS-Empfang eingestellt werden möchte. Wenn man es ablehne, würde die App nicht funktionieren. Bei anderen Nutzern dagegen soll die Chat-Funktion nicht funktionieren.

Alles in allem scheint es bei der neuen Messenger-App von Google noch an einigen Ecken zu hacken. Und bis die ein oder andere Schwachstelle nicht von dem amerikanischen Mega-Konzern gefixt wurde, müssen sich WhatsApp oder Telegram sicher vorerst keine allzu großen Sorgen machen.

*RUHR24.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © dpa/ Andrea Warnecke, dpa/ Silas Stein, dpa/ Marc Müller, Collage: RUHR24

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