Wenig UV-B-Strahlung

Mangel an Vitamin D in der sonnenarmen Zeit: Symptome erkennen und Tipps zum Ausgleich

Vor allem in den dunklen Monaten klagen viele Menschen über einen Mangel an Vitamin D. Welche Symptome auftreten und was Sie dagegen tun können.

Hamm - Das Wetter im Herbst wie im Winter ist - in der Regel - eher trüb. Trist und grau statt hell und freundlich ist meist der Blick nach draußen. Das hat tatsächlich auch gesundheitliche Folgen, denn: Der Körper erhält deutlich weniger Vitamin D als in den Sommermonaten. Dieser Mangel lässt sich einfach erklären.

GruppeVitamin D
Folgen bei MangelRachitis, Osteomalazie
Vorkommennicht-pflanzliche Eukaryoten
SummenformelC27H44O

Mangel an Vitamin D im Herbst und Winter: Die typischen Symptome im Überblick

In den Winter-Monaten herrscht bei etwa 80 Prozent der Bevölkerung ein Mangel an Vitamin D. So hoch ist nach Angeben des Robert-Koch-Instituts (RKI), das auch täglich die Corona-Fallzahlen veröffentlicht, auch der Anteil des Vitamin D, den der menschliche Körper selbst in der Haut bildet - und zwar mithilfe von Sonnenlicht (UV-B-Strahlung). Damit ist der direkte „Sonnen-Kontakt“ gemeint. Durch eine Fensterscheibe etwa können die UV-B-Anteile im Sonnenlicht nicht durchdringen.

So ist der Vitamin-D-Mangel in den Wintermonaten simpel zu erklären. Von einem Mangel ist die Rede, wenn im Körper über einen längeren Zeitraum Vitamin D fehlt und (klinisch relevante) Symptome auftreten. Symptome können sein:  

  • Abnahme der Knochendichte
  • Knochenschmerzen
  • Störung im Kalzium- und Phosphatstoffwechsel
  • schlecht heilende Knochenbrüche
  • Atemwegsinfekte
  • Depressivität
  • Stimmungsschwankungen

Nur 10 bis 20 Prozent des Bedarfs an Vitamin D lassen sich derweil durch Lebensmittel abdecken. Selbst mit Nahrung, die besonders viel davon beinhalten. Dazu zählen Hering, Lachs, Leber oder aber Eier, Käse und Butter, die allesamt das wertvolle Sonnenvitamin enthalten.

Mangel an Vitamin D: Solarium und Tageslichtlampen keine Alternativem zum Sonnenlicht

„In den Wintermonaten greift der Körper auf im Fett- und Muskelgewebe gespeichertes Vitamin D zurück. Zusätzlich sind in dieser Zeit Spaziergänge zur Mittagszeit empfehlenswert, wenn die Sonne am höchsten steht“, rät die Verbraucherzentrale.

Was ist also bei Mangel von Vitamin D, das etwa die Knochen stärkt und Einfluss auf die Muskelkraft hat, bei fehlender Sonneneinstrahlung zu tun? Solarium oder Tageslichtlampen sind jedenfalls keine echte Alternative, um den Bedarf am Sonnenvitamin im Körper zu steigern. Es helfen lediglich Präparate, um den Vitamin-D-Haushalt zu stabilisieren.

Mangel an Vitamin D: Präparate vor allem für Risikogruppen sinnvoll

Solche Präparate gibt es rezeptfrei in Apotheken zu kaufen. Über die Auswirkungen ist bislang jedoch nicht wirklich viel bekannt. Es gibt keine langfristigen Studien. Allerdings sollten Vitamin-D-Produkte nicht wahllos eingenommen werden. Die Verbraucherzentrale, die auch Tipps für umweltfreundliche Teelichter gibt, rät nur dann zu solchen Präparaten, „wenn eine unzureichende Versorgung nachgewiesen wurde und eine gezielte Verbesserung der Versorgung weder durch eine günstigere Lebensmittelauswahl noch durch die körpereigene Vitamin D-Bildung mittels vermehrter Sonnenbestrahlung zu erreichen ist“.

Eine Rücksprache mit dem Hausarzt sei sinnvoll. Experten raten vor allem Risikogruppen zu Vitamin-D-Präparaten. Dazu zählen vor allem ältere Menschen ab 65 Jahren, Babys und Menschen, die generell einen akuten Mangel an Vitamin D aufweisen. Doch auch Personen mit einer dunklen Hautfarbe können dazugehören, „da die UVB-Strahlen der Sonne durch den erhöhten Melaningehalt in der Haut stärker abgehalten werden“, wie die Verbraucherzentrale erklärt.

Rubriklistenbild: © picture alliance/Swen Pförtner/dpa

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