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HNO-Arzt zeigt, wie Corona-Schnelltests gehen - Video wird Internet-Hit

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„Go low, go slow“ - ein australischer HNO-Arzt zeigt, wie man sich beim Corona-Test das Stäbchen richtig in die Nase schiebt. Das Twitter-Video wird im Netz gefeiert.

Melbourne - Wer hätte vor zwei Jahren gedacht, dass wir uns in naher Zukunft mehrmals pro Woche ein kurzes Stäbchen in die Nase schieben und es dann zu Testzwecken in etwas Flüssigkeit stecken? Corona hat so ziemlich alles in unserem Leben auf den Kopf gestellt. Da scheint die Sache mit dem Corona-Schnelltest nicht ganz so bedeutend. Und doch ist er das. Denn nur wer saubere Ergebnisse hat, kann sich einigermaßen sicher sein, ob er sich das Virus eingefangen hat oder nicht.

Twitter-Video: So schiebt man beim Corona-Schnelltest das Stäbchen richtig in die Nase

Niemand mag den Corona-Test - egal, ob ihn ein anderer durchführt oder man selbst daheim. Oft kitzelt es, manchmal tut es sogar weh, die Augen tränen, die Nase juckt - kurz: Es ist unangenehm, wenn man gründlich sein will. Doch das muss es nicht, wenn man Dr. Eric Levi glaubt. Der Hals-Nasen-Ohren-Arzt aus Melbourne in Australien hat ein kurzes Video auf Twitter gestellt, in der er zeigt, wie man sich das Stäbchen richtig in die Nase schiebt.

Zu Beginn des Twitter-Videos sagt Eric Levi: „The nose goes back, not up“ - die Nase geht nach hinten, nicht nach oben. Wer das Stäbchen also nach oben schiebt, stößt schnell auf schmerzhaften Widerstand. Weil das so ist, lassen viele das Teststäbchen lieber nur unten im Nasenausgang kreisen. Dort aber, sagt Eric Levi, gibt es keine gute Probe zu holen. Damit schrubbe man nur die Nasenhaare. Die Ergebnisse des Tests sind entsprechend weniger aussagekräftig.

Corona-Test: Nutzer feiern Anleitungsvideo von HNO-Arzt Dr. Eric Levi

Was man braucht, liegt tiefer. Um ohne Schmerzen an den guten Stoff zu kommen, verfährt Dr. Eric Levi er nach dem Motto: „Go low, go slow“. Was er damit meint, zeigt er an einem menschlichen Schädel und dann an sich selbst. Er schiebt sich das Teststäbchen langsam und nahezu waagerecht zwei bis drei Zentimeter tief in die Nase, während er normal weiterspricht. „Dann dreht man es für 12 bis 15 Sekunden und zieht es wieder heraus“, sagt Levi. Fertig.

Das nur 67 Sekunden lange Video ist ein Internet-Hit: Es wurde binnen weniger Tage allein bei Twitter eine halbe Million Mal abgerufen (Stand: 12. Januar). In den Kommentaren und im Netz wird der australische HNO-Arzt für seinen Tipp gefeiert. „Wow. I’ve been doing it wrong!“, schreibt eine Userin unter dem Video, das 1000 Mal kommentiert und fast 5000 Mal retweetet wurde.

Corona-Test richtig: Video zeigt Tipp für Vorgehensweise beim Kind

Wenige Tage später legte Eric Levi ein weiteres Video nach. Darin führt er einen Corona-Test bei einem sechsjährigen Mädchen durch. Sein Tipp: einen Arm hinter den Kopf des Kindes legen und den kleinen Finger der Hand, die das Teststäbchen hält, als Stabilisierung ans Kinn des Kindes, falls es sich plötzlich und ruckartig bewegen sollte. Und auch dann natürlich: „Go low, go slow.“

„Abstriche müssen nicht schmerzhaft oder angsteinflößend sein, wenn man sie richtig macht“, schreibt Levi auf Twitter. „All it takes is a gentle 15 seconds of really low and slow movement“ - alles, was man braucht, sind vorsichtige 15 Sekunden langsame und flache Bewegung.

Die Omikron-Variante dominiert schon bald - auch in Deutschland. Aber nicht alle Corona-Schnelltests sollen bei der Mutation gut anschlagen. Eine Liste gibt Aufschluss. Braucht man bei 2G-plus in NRW auch dann einen Corona-Test, wenn man geboostert ist? Zuletzt war das so. Ab Donnerstag (13. Januar) wird sich das ändern. *wa.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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