Medikamentencocktail

Tödliche Wechselwirkung: Frau nimmt Imodium - später stirbt sie

Eine zweifache Mutter liegt eines Morgens bewusstlos im Bett – nur wenige Tage später stirbt sie. Diagnose: Herzinfarkt. Dahinter steckt die falsche Einnahme von Medikamenten.

Liverpool - Es muss ein schrecklicher Anblick gewesen sein, als der Freund von Brooklyn-Marie B. die junge Frau im Bett bewusstlos aufgefunden hat. Sie sei bereits grau angelaufen, heißt es später. In der Nacht zuvor soll sie plötzlich Krampfanfälle bekommen haben, zu diesem Zeitpunkt soll der Freund sie bereits in die stabile Seitenlage gebracht haben.

Junge Frau bricht im Bett zusammen - weniger später stirbt sie

Den Krankenwagen rief er allerdings erst, als es fast zu spät war, wie das Liverpool Echo berichtet: Nur wenige Tage, nachdem die zweifache Mutter aus der Nähe von Liverpool ins Krankenhaus eingeliefert wurde, verstarb sie infolge einer Lungenentzündung in Kombination mit einer bakteriellen Infektion. Erst nach der Obduktion stellte sich heraus, dass die 23-Jährige in jener Oktobernacht im vergangenen Jahr zusätzlich noch einen Herzinfarkt erlitten hatte.

Lesen Sie hier: Warum auch Ibuprofen und Diclofenac unter manchen Umständen zu Herzstillstand führen können.

Da die junge Frau früher in Kontakt mit Drogen gebracht wurde, vermutete deren Mutter, dass ihr der Lebensgefährte Heroin verabreicht hätte. Deshalb musste sich dieser nun wegen schwerer Körperverletzung verantworten. Doch es konnten im Körper von Brooklyn-Marie B. keinerlei Spuren auf dergleichen gefunden werden.

Lesen Sie hier: Eine neue Studie enthüllt, dass Ibuprofen in einigen Fällen unfruchtbar machen kann.

Tödlicher Medikamentencocktail: Imodium wirkt ähnlich wie Heroin?

Stattdessen soll womöglich die Ursache für den Herzanfall an einer Kombination aus zwei unterschiedlichen Medikamenten bestanden haben: Die Britin soll neben dem Epilepsie-Mittel Pregabalin zudem enorm hohe Dosen an Imodium im Blut aufgewiesen haben. Letzteres dient als schnelle Hilfe bei akutem Durchfall.

Doch was viele nicht wissen: "Imodium ist ein Medikament aus der Morphium-Kategorie und hat eine ähnliche Wirkung. Das wird zu einer zunehmend missbrauchten Droge. Einige Menschen, die Heroin genommen haben, werden sich Imodium in hoher Dosis besorgen, um den gleichen Effekt zu erzielen", erklärte der Pathologe Brian Rodgers gegenüber dem Liverpool Echo.

Dazu würden auch Narben im Leistenbereich der Frau passen, die wohl auf einen Drogenmissbrauch hinweisen. Aus diesem Grund wurde Brooklyn-Maries Lebensgefährte letztlich auch freigesprochen.

Lesen Sie auch: Dieser Arzt warnt jetzt vor Ibuprofen - und sagt, dass das Schmerzmittel sogar gefährlicher als Morphium sei.

Sobald sie selbst gesundheitliche Beschwerden nach dem Gebrauch von Medikamenten aufweisen, sollten Sie so schnell wie möglich einen Arzt aufsuchen.

jp

Vorsicht: So erkennen Sie sofort einen Herzinfarkt

Rubriklistenbild: © Facebook/Brooklyn Marie Barker

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