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Stillen trotz Corona: Das sollten Mütter bei Infektion und Impfung tun

Gerade für stillende Mütter ist die Corona-Pandemie nicht immer einfach. Die WHO gibt nun eine Empfehlung bezüglich des Stillens trotz Corona-Infektion oder Impfung ab.

Hamm - Die Corona-Zahlen steigen langsam, aber stetig in NRW und ganz Deutschland wieder an. Neben der schon lange verbreiteten Delta-Variante werden langsam auch die Sorgen wegen der Lambda-Variante des Coronavirus aus Südamerika größer. Umso größer ist die Sorge, ob Mütter ihre Kinder trotz Virusinfektion beziehungsweise Impfung stillen sollten. (News um Coronavirus)

Sars-CoV-2Medizinische Bezeichnung des Virus
Covid-19Bezeichnung für die durch das Virus ausgelöste Krankheit
Coronaviren/CoronaBezeichnung für eine Familie von Erregern. Es gibt unterschiedliche Corona-Stämme

Stillen trotz Corona-Infektion oder -Impfung? Das empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation WHO

Beim Stillen haben Mutter und Kind engen Kontakt. Deshalb drängt sich die Frage auf, ob eine Mutter ihr Kind weiter stillen sollte, wenn sie eine Corona-Infektion hat oder gegen das Virus geimpft wurde. Experten geben nun Entwarnung.

Neugeborene sollten laut Weltgesundheitsorganisation WHO trotz einer Corona-Infektion und auch nach einer Corona-Impfung seitens der Mutter weiter gestillt werden. Denn das Stillen habe viele Vorteile für Mutter und Kind und müsse während einer Ansteckung oder im Anschluss an eine Impfung der Mutter nicht unterbrochen werden, teilte das WHO-Regionalbüro Europa mit.

Stillen trotz Corona-Infektion oder -Impfung? Experten geben Entwarnung

Nach bisherigem Wissensstand stelle die Impfung einer stillenden Mutter keine Gefahr für den Säugling dar. Im Gegenteil: Die Mutter habe nach der Verabreichung eines Corona-Impfstoffes Antikörper in ihrer Milch, was sogar dabei helfen könne, das Baby vor einem schweren Verlauf oder gar der Infektion zu schützen.

Die Pandemie lässt viele Mütter zweifeln: Ist Muttermilch durch eine Corona-Infektion oder -Impfung schädlich für das Kind?

Stillen trotz Corona-Infektion oder -Impfung: Muttermilch keine Gefahr fürs Kind

Studien zufolge sei das Virus Sars-CoV-2 selbst bisher nicht in der Muttermilch nachgewiesen worden. Somit sollen auch Mütter, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben, laut internationaler Empfehlung weiterhin nach der Geburt den Hautkontakt und Stillbeginn wie gewohnt durchführen. Dabei sollten Mütter jedoch nicht auf die nötigen Vorsichtsmaßnahmen wie das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes während des Stillens und gründliches Händewaschen, verzichten.

Sollte die Mutter wegen der Corona-Infektion zu krank für das Stillen sein, gebe es die Möglichkeit, die Muttermilch abzupumpen und dem Kind ohne Einschränkungen zu verabreichen. Das bedeutet, dass das Stillen unter Einhaltung der empfohlenen Vorsichtsmaßnahmen selbst im Falle einer Covid-19-Erkrankung sicher sei, schreibt die WHO.

Stillen trotz Corona-Infektion oder -Impfung: Stiko noch immer verhalten

Des Weiteren empfehlen deutsche Fachgesellschaften Schwangeren und Stillenden sich gegen das Virus impfen zu lassen. Währenddessen hat sich die Ständige Impfkommission (Stiko) noch nicht zu einer Impfung von Schwangeren und stillenden Müttern geäußert. Die Stiko äußerte jedoch, dass es nach bisherigen Erkenntnissen unwahrscheinlich sei, dass die Impfung ein Risiko für Mutter oder Kind darstelle.

Eine Geburt ist oft mit Ängsten der werdenden Eltern verbunden. Obwohl sich Frauen häufig einen Kaiserschnitt wünschen, empfehlen Fachleute eine natürliche Geburt, denn die Sectio birgt für Mutter und Kind Gefahren. Eine junge Mutter, die sich für einen Kaiserschnitt entschied, erlebte nach der Geburt ihres Sohnes eine Behörden-Odyssee.

Rubriklistenbild: © Caroline Seidel/dpa

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