Stiftung Warentest: Zahnweh kann teuer werden

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Stiftung Warentest: Zahnweh kann teuer werden

Berlin - Beim Abschluss einer privaten Zahnzusatzversicherung lohnt es sich, ganz genau hinzusehen. Die Auswahl ist so groß wie nie, doch nur 33 von 147 Tarifen bieten "sehr gute" Leistungen.

Das ist das Ergebnis eines Vergleichs von 147 Tarifen, den die Stiftung Warentest am Dienstag in Berlin vorgestellt hat. 33 der 147 untersuchten Angebote, die zwischen 18 und 49 Euro im Monat kosten, erhielten das Prädikat „sehr gut“.

In den besten Tarifen übernehmen die Versicherer zum Beispiel von den 3.000 Euro Kosten eines aufwendigen Zahnersatzes mit Implantat mehr als 2.300 Euro. Die gesetzliche Kasse zahlt nur 387 Euro.

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Die vier günstigsten mit der Bestnote bewerteten Angebote sind demnach „EZ+EZT“ der Hanse Merkur, „central.prodent“ der Central sowie „DT 85“ der DKV und „ZZ Premium Plus“ der Huk-Coburg. „Finanztest“-Chefredakteur Hermann-Josef Tenhagen warnte jedoch vor übereilten Abschlüssen. Denn generell gelte: „Nur was heute gesund ist, ist künftig zu versichern.“ Trotzdem sei der Abschluss einer Zusatzversicherung für viele Menschen sinnvoll.

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Lohnend für höherwertigen Zahnersatz

Eine Zusatzversicherung lohnt sich vor allem für diejenigen, die sich beim Zahnersatz nicht auf die kostengünstigste Version beschränken wollen.

Zahnersatz mit Implantat besonders teuer

Besonders teuer werden Inlays und Implantate, weil sie in der Regelversorgung nicht vorkommen und daher komplett privat abgerechnet werden. An den hohen Kosten beteiligt sich die Krankenkasse nur mit einem sehr geringen Zuschuss. Eine Implantatversorgung kann beispielsweise 3.000 Euro kosten, wenn zunächst ein Knochenaufbau notwendig ist. Die Krankenkasse zahlt nur 387 Euro. Lässt sich ein Patient ein Inlay anstelle einer Amalgamfüllung einsetzen, berechnet der Zahnarzt sein Honorar vollständig nach der privaten Gebührenordnung. Die Rechnung kann dann zusammen mit den Laborkosten leicht 600 Euro betragen.

Fallen im Kleingedruckten

Viele Versicherte kennen den Inhalt ihrer Verträge nicht genau – schließlich sind die Versicherungsbedin­gungen selbst für Experten oft schwer zu verstehen. Vor allem an den Kosten für Inlays oder Implantate beteiligen sich Versicherer in einigen Tarifen nur in geringem Umfang oder schließen diese sogar ganz aus. Manche Versicherer beschränken ihre Leistung auf eine bestimmte Anzahl von Implantaten. Andere legen Höchstbeträge fest, die sie pro Inlay oder Implantat zahlen. Die sind mit einer aufwendigen Behandlung schnell überschritten.

Rechtzeitig versichern

Eine Versicherung erst kurz vor der Behandlung abzuschließen, bringt nichts. Hat der Zahnarzt ein Zahnproblem bereits festgestellt, ist die folgende Behandlung vom Versicherungsschutz ausgeschlossen.

dapd/ Stiftung Warentest

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