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PCR-Test negativ, aber Schnelltest positiv: Welches Ergebnis stimmt?

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Von: Hannah Decke

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Nach einem positiven Corona-Schnelltest folgt in der Regel ein PCR-Test. Doch fällt der dann negativ aus, kommt es zur Verwirrung: Welches Ergebnis stimmt?

Hamm - Derzeit werden so viele Corona-Tests durchgeführt wie nie zuvor. Der Gang zum Testzentrum gehört mittlerweile zum Alltag. Entweder ist ein negatives Testergebnis für die Arbeit oder Freizeitaktivitäten erforderlich. oder aber es besteht der Verdacht auf eine Infektion. Die Omikron-Variante hat sich zuletzt rasend schnell verbreitet. Das Risiko eines positiven Schnelltests wächst. Es kommt aber auch vor, dass der bestätigende PCR-Test dann negativ ausfällt. Wie kann das passieren? Und was ist zu tun?

Bei Corona-Tests gibt es nie eine hundertprozentige Garantie. Viele Faktoren können die Zuverlässigkeit des Ergebnisses beeinflussen: Viruslast, Anwendung, Essen, Trinken, Rauchen. Während Antigen-Schnelltests in der Regel als eher unzuverlässiger gelten, ist der PCR-Tests der Goldstandard unter den Corona-Tests. Er wird im Labor ausgewertet und gilt als sehr zuverlässig. Vor allem bei der Omikron-Variante erkennen viele gängige Antigen-Schnelltests das Virus nicht.

Corona-Schnelltest positiv, PCR-Test negativ: Welches Ergebnis stimmt?

Was ist also passiert, wenn der Schnelltest positiv, der PCR-Test aber negativ ausfällt? Es gibt mehrere Gründe, weshalb ein Corona-Schnelltest falsch positiv ausfällt. Zum einen wäre da die Anwendung. Sowohl zuhause als auch in Testzentren kann die Probeentnahme nicht korrekt durchgeführt worden sein. Zum anderen kann es sich auch um einen minderwertigen Corona-Test handeln.

Ein positiver Corona-Selbsttest liegt auf einem Tisch neben einem Schnelltest, der schwach eine positive Linie hat.
Ist der Corona-Schnelltest positiv, folgt in der Regel der Gang zum PCR-Test. Fällt dieser dann negativ aus, sind Betroffene oft ratlos. Welches Ergebnis stimmt? © Sebastian Gollnow/dpa

Und dann wären da noch andere Faktoren, die ein falsch positives Testergebnis hervorbringen können: Nicht umsonst wird geraten, mindestens 30 Minuten vor dem Corona-Test nicht zu essen, zu trinken oder zu rauchen. So können zum Beispiel Softgetränke wie Cola oder Capri-Sun den Schnelltests falsch positiv werden lassen.

Deshalb können Corona-Schnelltests ein falsches Ergebnis anzeigen

Schnelltest positiv, PCR-Test negativ: Welches Ergebnis stimmt?

Auch PCR-Tests können falsch liegen. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) erklärt: „Falsch negative Ergebnisse können zum Beispiel auftreten, wenn die Entnahme der Probe oder der Transport zum Labor unsachgemäß erfolgte.“ Zudem sei auch der Zeitpunkt der Probenentnahme entscheiden. Wer zu früh einen PCR-Test durchführen lässt, hat mitunter noch eine zu geringe Virenlast. Außerdem ist laut BZgA auch der PCR-Test vor Ort, also die sogenannte PoC-NAT-Testung, weniger zuverlässig. Es komme etwas häufiger zu falsch negativen Ergebnissen.

Laut BZgA ist übrigens ein falsch positives Ergebnis bei einem PCR-Test sehr unwahrscheinlich. „Wer mit PCR-Test positiv auf das Coronavirus SARS-CoV-2 getestet wurde, sollte davon ausgehen, tatsächlich infiziert zu sein und sich entsprechend isolieren“, heißt es auf der Internetseite.

Schnelltest positiv, PCR-Test negativ: Das sollten Betroffene tun

Ist der Schnelltest positiv, der PCR-Test aber negativ, steht fest: Eines der beiden Testergebnisse stimmt nicht. Betroffene sollten also in jedem Fall das Ergebnis absichern. Ein Schnelltest kann immer wiederholt werden. Bei Symptomen oder engem Kontakt zu Infizierten sollte auch der PCR-Test nochmal ein wiederholt werden. *wa.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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