Hoher Vitamin-C-Gehalt

Salami gesünder als Äpfel?

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Bisher galt: Gesunder Apfel, ungesunde Salami. Stimmt das noch?

München - Ob als knackige Wurst oder in Scheiben auf der Pizza: Die Salami gilt als fettreichstes Fleischprodukt, direkt hinter dem Schweinebraten. Nun soll ausgerechnet sie das Immunsystem stärken können.

Ein bekanntes englisches Sprichwort lautet "An apple a day keeps the doctor away", was so viel bedeutet, wie ein Apfel am Tag verhindert Arztbesuche. Äpfel sind bekannt für ihren hohen Vitamin C-Gehalt. Das Vitamin unterstützt das Immunsystem und verhindert Schäden an den Zellen. Dass ausgerechnet in der fetten Salami-Wurst mehr von dem gesunden Vitamin stecken soll, als in einer vergleichbaren Menge Apfel, ist kaum zu glauben. Genau das erläutert aber Daniela Krehl, Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale Bayern.

So sollen auf 100 Gramm Salami zwischen 30 und 50 Milligramm Vitamin C kommen, 100 Gramm Apfel haben aber nur 12 mg davon. Das kommt daher, dass Vitamin C, unter der Bezeichnung Ascorbinsäure, in der Wurstherstellung eingesetzt werde, erklärt Krehl. Der Stoff wirke konservierend und verhindere, dass die Wurst grau werde.

Allerdings sei das kein ausreichender Grund, um sich fortan nur noch von Salami zu ernähren, denn der Apfel hat noch mehr zu bieten als das Vitamin: Sekundäre Pflanzenstoffe im Obst wirken zusätzlich positiv auf das Immunsystem. Der hohe Gehalt an Ballaststoffen gebe langfristig Energie und sogenannte Pektine würden verdauungsfördernd wirken. Und so kommt Krehl zu dem Schluss: "Der niedrige Kaloriengehalt im Vergleich zur fettreichen Salami macht den Apfel zu einem besonders gesunden Snack."

VF

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