Hauptrisikofaktor

Mehr junge US-Amerikaner wegen Covid-19 in klinischer Behandlung - das steckt dahinter

Mädchen trägt Mundschutzmaske
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Junge Menschen sind meist nicht von schweren Covid-19-Verläufen betroffen. Eine Verhaltensweise erhöht das Risiko aber enorm.

Schwere Covid-19-Verläufe beobachten Ärzte vor allem bei Älteren - doch auch junge Erwachsene kann es treffen. In den USA führen Ärzte das auf eine Tatsache zurück.

  • In den USA hat sich die Zahl der jungen Coronavirus-Patienten, die in einer Klinik behandelt werden müssen, in den letzten Wochen verdreifacht.
  • Mitte April waren es noch knapp neun von 100.000 unter den 18- bis 25-Jährigen. Ende Juni mussten bereits 35 von 100.000 Menschen in dieser Altersgruppe stationär behandelt werden.
  • Mit der Ausbreitung des Virus steigt auch die Zahl der Infizierten. Doch auch ein anderer Faktor spielt eine wesentliche Rolle.

Die USA sind trauriger Spitzenreiter in Hinblick auf die Zahl der Covid-19-Patienten: Über 4,3 Millionen Menschen haben sich in den Vereinigten Staaten von Amerika bereits mit dem Erreger Sars-CoV-2 angesteckt. Nicht nur in den USA, auch weltweit beobachten Mediziner, dass vor allem ältere Menschen oder Menschen mit geschwächtem Immunsystem schwer erkranken. Doch auch der Faktor Jugend schützt nicht vor einem schweren Krankheitsverlauf*, so das Ergebnis einer Studie der University of California in San Francisco.

Forscherin Sally Adams und ihr Team kamen anhand ihrer Analysen zu dem Schluss, dass einer von drei jungen Menschen Träger von Risikofaktoren ist, die schweres Covid-19 fördern. Dazu zählt vor allem das Rauchen.

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Schwere Covid-19-Verläufe verhindern: Vor allem Jugendliche die rauchen, sind gefährdet

Dass Rauchen vor Covid-19 schützen könnte, ist für die meisten Mediziner der größte Humbug, da wissenschaftliche Belege fehlen. „Das Risiko klinisch anfällig für eine schwere Erkrankung zu sein, ist um die Hälfte geringer, wenn man die Raucherinnen und Raucher aus dem Datensatz entfernt“, wird einer der Studienautoren Charles Irwin in einer Pressemitteilung der University of California San Francisco zitiert. Das bedeutet im Umkehrschluss: Rauchen erhöht das Risiko, schwer zu erkranken. In Irwins Augen ist es sogar der Hauptrisikofaktor für schwere Krankheitsverläufe bei Jugendlichen in den USA.

Als Ursache werden ohnehin geschädigte Flimmerzellen in den Atemwegen von Rauchern diskutiert, die Krankheitserreger wie das Coronavirus nicht wie gesunde Flimmerhärchen nach draußen befördern können. Wissenschaftler konnten außerdem herausfinden, dass Raucher eine größere Menge des Enzyms ACE2 produzieren, was dem Virus das Eindringen in Körperzellen erleichtert. (jg) *Merkur.de gehört zum deutschlandweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerk.

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