Bei Pfeifferschem Drüsenfieber auf Sport verzichten

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Bei Pfeifferschem Drüsenfieber auf Sport verzichten.

Berlin - Das Pfeiffersches Drüsenfieber auch "kissing disease" (Kusskrankheit) genannt, ist in der Regel harmlos. Doch die Virus-Erkrankung kann auch monatelang Symptome verursachen.

Pfeiffersches Drüsenfieber kann vor allem bei Heranwachsenden und jungen Erwachsenen einen schweren Verlauf nehmen. Der Körper erholt sich dann nur langsam. „Viele Pfeiffer-Patienten klagen wochenlang über anhaltende Erschöpfung, extreme Müdigkeit und Konzentrationsmangel. Vor allem Frauen leiden sehr“, sagt Doris Hartwig-Bade vom Deutschen Berufsverband der Hals-Nasen-Ohrenärzte. Bei Kindern verläuft die Infektion mit dem Epstein-Barr-Virus (EBV) dagegen meist problemlos.

Die Erkrankung beginnt häufig mit Müdigkeit und Appetitlosigkeit. Dann folgen meist Fieber, eine Schwellung der Lymphknoten sowie starke Halsschmerzen wegen einer Rachen- beziehungsweise Mandelentzündung.

Im Falle einer EBV-Infektion müssten die Patienten unbedingt Ruhe einhalten, empfiehlt die HNO-Ärztin. „Da auch die Milz meist betroffen ist, muss von sportlichen Aktivitäten für einige Wochen Abstand genommen werden“, betont sie.

Am häufigsten wird das Epstein-Barr-Virus durch Speichelkontakt - durch den Mund übertragen. Der Erreger ist weitverbreitet, verursacht aber nur in seltenen Fällen das Pfeiffersche Drüsenfieber (Mononukleose).

Über 95 Prozent der Erwachsenen haben eine Infektion mit dem Epstein-Barr-Virus (EBV) hinter sich. Nach einer einmaligen Erkrankung bleibt man normalerweise lebenslang immun, erkrankt also nicht nochmal an Mononukleose.

dapd

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