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Ärzte dürfen Corona-Medikament Paxlovid ausgeben - Kosten und Nebenwirkungen

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Von: Sven Schneider

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Hausärzte dürfen nun das verschreibungspflichtige Corona-Medikament Paxlovid herausgeben - allerdings nicht an alle. Nebenwirkungen sind möglich.

Hamm - Seit nunmehr zweieinhalb Jahren beschäftigt das Coronavirus die Welt. Zahlreiche Menschen haben sich bereits impfen lassen und sind deshalb besser vor einem schweren Verlauf geschützt. Mit Lagevrio und Paxlovid befinden sich zudem zwei Corona-Medikamente auf dem Markt. Letzteres wird nun zum essentiellen Instrument gegen die Pandemie-Bekämpfung.

Paxlovid: Bundesgesundheitsminister Lauterbach erteilt Ärzten Erlaubnis zum Lagern

Ab sofort dürfen Hausärzte das Corona-Medikament Paxlovid in ihren Praxen lagern und an Covid-Patienten herausgeben. Das sagte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach dem Spiegel. Ein Umweg über die Apotheke sei demnach nicht mehr nötig. Auch in Pflegeheimen soll künftig das seit Januar zugelassene Medikament gelagert werden.

Zwar hatte das Bundesgesundheitsministerium vorsorglich eine Million Packungen des Medikaments von Pfizer gekauft. Lediglich 43.000 sind jedoch in Apotheken gelandet. Laut Tagesschau verschreiben deutsche Ärzte das Corona-Medikament Paxlovid noch sehr zurückhaltend. Zugelassen ist es für erwachsene Covid-Erkrankte, die „keinen zusätzlichen Sauerstoff benötigen und bei denen ein erhöhtes Risiko besteht, dass die Krankheit schwerwiegend wird“, so die Europäische Arzneimittelagentur.

Paxlovid: Die Nebenwirkungen des Corona-Medikaments erklärt

Paxlovid hemmt nach der Einnahme bestimmte Enzyme des Coronavirus, was dessen Ausbreitung im Körper hemmen soll. Das Medikament darf unabhängig vom Impfstatus eingenommen werden. Laut Kassenärztlicher Vereinigung und des Instituts für Arzneimittel muss die einnehmende Person zu einer Risikogruppe gehören. Schwangere und Patienten mit schweren Nieren- oder Leberfunktionsstörungen sollten Paxlovid nicht einnehmen.

Mögliche Nebenwirkungen des Corona-Medikaments Paxlovid sind Muskelschmerzen, Bluthochdruck, Durchfall oder auch die Beeinträchtigung des Geschmackssinns, ein Symptom der Corona-Variante Omikron BA.5. Die Kosten für das Corona-Medikament Paxlovid werden von der Krankenkasse übernommen. Paxlovid ist verschreibungspflichtig. Je verkaufte Packung Paxlovid erhält die Apotheke 30 Euro. Da der Großhandel eine Vergütung von 20 Euro erhält, beträgt die Brutto-Gesamtvergütung rund 59,50 Euro.

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