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Booster-Impfung mit Moderna: Schutz vor Omikron? Neue Daten überraschen

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Omikron kann den Impfschutz leichter umgehen. Hilft die Booster-Impfung mit Moderna gegen die Variante? Der Hersteller des Impfstoffs legt erstaunliche Daten vor.

Hamm - Omikron rast durch Europa, ein neuer Lockdown droht in Deutschland - da tut diese Nachricht zur Abwechslung ganz gut: Eine Auffrischdosis mit dem Impfstoff von Moderna erhöht die Immunabwehr des Körpers gegen die neue Corona-Variante Omikron nach Herstellerangaben deutlich.

HerstellerModerna
HauptsitzMassachusetts, Vereinigte Staaten
GründungSeptember 2010

Moderna: Booster-Impfung erhöht Corona-Schutz gegen Omikron

In den vergangenen Wochen wurde viele Menschen in Deutschland mit dem namentlich kaum bekannten Impfstoff mRNA-1273 des US-Herstellers Moderna „geboostert“. Hierzulande wird er an Personen über 30 Jahre verimpft. Die Nebenwirkungen der Impfung mit Moderna unterscheiden sich etwas von denen nach einer Spritze mit Biontech.

Im Vergleich zu einer Zweifach-Impfung sei der neutralisierende Antikörperspiegel nach einem Booster mit der zugelassenen Dosierung um das rund 37-Fache gestiegen, teilte das US-Unternehmen am Montag mit. Die Forscher hatten den Antikörperlevel 29 Tage nach der Boosterimpfung im Labor analysiert.

Zugelassen zum Boostern ist für die meisten Menschen eine Dosis von 50 Mikrogramm (Millionstel Gramm), das ist nur halb so viel wie jeweils bei der ersten und zweiten Impfung. Bei einer Auffrischimpfung von 100 Mikrogramm habe sich im Versuch der neutralisierende Antikörperlevel im selben Zeitraum sogar um das 83-Fache erhöht, schreibt Moderna. Die Daten, bei der je Dosis 20 Menschen untersucht wurden, sind bislang nicht in einem Fachjournal veröffentlicht.

Moderna: Impfstoff-Hersteller legt Zahlen zu Booster-Impfung vor

Es gibt auch noch keine Daten dazu, wie lange die Wirkung nach dem Boostern mit dem Moderna-Impfstoff mRNA-1273 anhält. Das Unternehmen mit Sitz an der US-amerikanischen Ostküste arbeitet bereits an der Entwicklung eines Omikron-spezifischen Booster-Kandidaten.

Coronavirus - Impfzentrum Stuttgart
Ein Aufkleber, der auf eine Impfung mit dem Corona-Impfstoff Moderna hinweist. © Marijan Murat/dpa

Um die Wirkung eines Impfstoffs gegen eine Virenvariante zu untersuchen, machen Forscher in der Regel sogenannte Neutralisationstests. Es wird geschaut, wie viele Antikörper ein Geimpfter im Blut hat, die an eine - meist künstlich hergestellte - Virusvariante gebunden werden kann, um sie damit auszuschalten. Der tatsächliche Schutz von Geimpften kann damit aber nicht bestimmt werden, dafür braucht es klinische Studien mit Tausenden Probanden oder Auswertungen des laufenden Infektionsgeschehens.

Moderna und Biontech: Voller Schutz erst nach der dritten Impfung

Die Impfstoffhersteller Biontech und Pfizer hatten bereits zuvor mitgeteilt, für einen ausreichenden Schutz vor der Omikron-Variante seien drei Dosen ihres Produktes nötig. Nach ersten Labordaten schützten zwei Dosen nicht ausreichend vor einer Infektion mit dieser neuen Variante, die für erhebliche Einschränkungen des öffentlichen Lebens in den Niederlanden und anderen europäischen Staaten sorgt. Die Unternehmen gingen allerdings davon aus, dass der Schutz vor einer schweren Erkrankung weiterhin gegeben ist.

In der vergangenen Woche hatte Moderna eine Untersuchung veröffentlicht, nach der Geimpfte vier Wochen nach der zweiten Dosis wesentlich weniger neutralisierende Antikörper gegen Omikron als gegen bestimmte frühere Varianten im Blut hatten.

Im Kreis Olpe und NRW sorgen fehlerhafte Impfungen mit Moderna für Aufsehen. Zwei Kinder haben im Impfzentrum einen nicht zugelassenen Corona-Impfstoff erhalten. Der Kreis äußert sich jetzt dazu. (mit dpa-Material) *wa.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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