Coronavirus

Lambda-Variante: Studie enthüllt besorgniserregendes Potenzial der Mutante

Die Lambda-Variante aus Südamerika könnte zum Problem werden. Die Mutation des Coronavirus soll laut Studie ansteckend und zugleich resistent sein trotz Impfung.

Hamm - Die Neuinfektionen mit dem Coronavirus erlebten in den vergangenen Wochen ein Tief. Mittlerweile steigen die Zahlen in Deutschland wieder und damit die Sorge vor einem Herbst mit drastischen Einschränkungen. Nun droht eine weitere Mutation die Pandemie neu zu entfachen. In Südamerika ist die Lambda-Variante des Coronavirus bereits auf dem Vormarsch. (News um Coronavirus)

Sars-CoV-2Medizinische Bezeichnung des Virus
Covid-19Bezeichnung für die durch das Virus ausgelöste Krankheit
Coronaviren/CoronaBezeichnung für eine Familie von Erregern. Es gibt unterschiedliche Corona-Stämme

Lambda-Variante des Coronavirus: Besorgniserregende Studie enthüllt Bedrohung

Wie auch die Delta-Variante könnte Lambda verglichen mit dem Wildtyp des Coronavirus gefährlicher ausfallen. Zwar ordnet die WHO Letztere noch nicht den „besorgniserregenden Varianten“, sondern aktuell noch einer „Variante von Interesse“ zu. Eine Gruppe von Forscherinnen und Forschern aus Japan argumentiert nun jedoch dafür, die Lambda-Variante hochzustufen.

So heißt es in einer Studie, man unterschätze noch das Potenzial der Mutation. Labor-Untersuchungen sollen gezeigt haben, dass die Lambda-Variante gegen Antikörper resistent sein könnte, wie der Spiegel berichtet. Verantwortlich sollen dafür drei Mutationen am Spike-Protein sein, die es den Viren der Variante erleichtern, den aufgebauten Impfschutz zu durchbrechen. Zudem sollen zwei weitere Mutationen Lambda ansteckender machen.

Lambda-Variante des Coronavirus: Ergebnisse müssen noch verifiziert werden

Der leitende Autor der Studie an der Universität Tokio, Kei Sato, sieht deshalb die Kriterien für eine Einstufung als „besorgniserregende Variante“ erfüllt. Lambda könne „eine potenzielle Bedrohung für die menschliche Gesellschaft“ darstellen, heißt es laut Spiegel in der Studie.

Allerdings sind diese Aussagen mit Vorsicht zu genießen. Die ermittelten Studienergebnisse wurden noch nicht in einem Peer-Review-Verfahren verifiziert. In Peru ist die Lambda-Variante laut Angaben der WHO für 80 Prozent der Neuinfektionen verantwortlich. Laut BBC sind es in Chile und Argentinien je ein Drittel.

Lambda-Variante des Coronavirus bereitet sich laut WHO nicht stark aus

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bereitet sich die Lambda-Variante des Coronavirus aktuell jedenfalls nicht besonders stark aus. Die WHO betrachte unter anderem immer, wie stark sich eine Variante nach der Entdeckung verbreite, sagte Covid-Expertin Maria van Kerkhove. „Es geht nicht wirklich hoch, selbst in Peru nicht, wo die Variante zuerst entdeckt wurde“, sagte van Kerkhove. Nach Angaben aus Peru werde die Lambda-Variante derzeit dort von der Gamma-Variante verdrängt.

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach schrieb derweil auf Twitter: „Ob die Lambda-Variante jetzt gefährlicher ist als die Delta-Variante, ist unklar. Klarer ist hingegen, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis Varianten entstehen, die für Geimpfte gefährlich sind. Daher müssen wir für schnelle Nachimpfungen gerüstet sein.“

Auf Deutschland kommen möglicherweise verschärfte Corona-Regeln zu. Das geht aus einem Entwurf aus dem Bundesgesundheitsministerium von Minister Jens Spahn (CDU) hervor. Auch in NRW steigt die landesweite 7-tage-Inzidenz stetig an. Hilft nun die Kehrtwende für Schüler, die bald geimpft werden könnten?

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa/Minsalud | -

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