14.000 Grippefälle meldet RKI

Schon 74 Grippetote: Influenza wieder auf dem Vormarsch - so schützen Sie sich

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Bereits über 14.000 Grippefälle wurden 2019 an das RKI übermittelt.

Schniefen, niesen und husten: Das Grippevirus schleicht sich wieder an - und kann sich rasant über Tröpfcheninfektion ausbreiten. Erwartet uns jetzt eine neue Welle?

Ob in der Bahn, im Büro oder im Supermarkt: Es scheint gerade, als ob die Leute überall nur noch husten, schniefen oder niesen würde. Die Grippewelle scheint wieder um sich zu greifen - das bestätigt jetzt auch das Robert-Koch-Institut (RKI). Dieses warnt aktuell sogar vor einem starken Anstieg der Influenza-Viren-Aktivität. Ein sicheres Zeichen also, dass bald eine neue Grippewelle über Deutschland hinwegrollt?

Robert-Koch-Institut warnt: Droht jetzt eine erneute Grippewelle?

Zumindest berichtet die Arbeitsgemeinschaft Influenza am RKI, dass allein in der sechsten Kalenderwoche schon über 14.000 labordiagnostisch bestätigte Influenza-Fälle an das Institut übermittelt worden sind - Tendenz weiter steigend. Außerdem wurden bereits 74 Grippetote gemeldet. Infolgedessen geht das RKI nun auch von der stark erhöhten Aktivität der akuten Atemwegserkrankungen aus.

Insgesamt wurden seit dem Beginn der Grippe-Saison 2018/2019 über 35.000 Influenza-Fälle bekannt. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr litt Deutschland im gleichen Zeitraum unter einem ähnlich starken Anstieg von Grippefällen. Dabei kam es zu einer deutlich erhöhten Influenza-Viren-Aktivität - die Welle damals wütete in manchen Teilen Deutschland so sehr, dass sie bis zu 1.000 Todesfälle forderte.

Erfahren Sie hier: Wer übernimmt die Kosten für die Grippeschutzimpfung 2018?

Händewaschen, Impfung & Co.: So schützen Sie sich gegen Influenza

Daher empfiehlt das RKI nun, sich dementsprechend gegen den Virus zu wappnen. Dieser überträgt sich über kleinste Tröpfen in der Luft, etwa beim Sprechen, Husten oder Niesen, welche schließlich von anderen Personen in der näheren Umgebung eingeatmet werden können. Dies reicht aus, um sich mit dem Virus zu infizieren - besonders Menschen mit einem schwachen Immunsystem wie Senioren, Schwangere oder Kleinkinder sind davon betroffen.

Lesen Sie hier: Ab wann ist die Grippeschutzimpfung 2019/2020 sinnvoll?

Auch durch Händeschütteln oder das Berühren von mit Viren verunreinigten Gegenständen wie Türklinken, Haltegriffe oder Treppengeländer können die Viren in den Körper gelangen. Oftmals reicht es bereits aus, wenn man sich nach dem Kontakt ins Gesicht oder an den Mund fasst. Daher ist es ratsam, in der Grippezeit von zu vielen Berührungen mit Fremden abzusehen und sichere Distanz zu wahren.

Außerdem empfehlen viele Ärzte, häufiger im Alltag die Hände zu waschen. Hierzu sollten Sie folgendermaßen vorgehen:

  • Hände 20 bis 30 Sekunden lang unter Wasser halten
  • Hände währenddessen gründlich einseifen
  • Hände anschließend mit einem sauberen Tuch gut abtrocknen

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So erkennen Sie, ob Sie sich mit dem Grippevirus angesteckt haben

Haben Sie allerdings das Gefühl, sich bereits angesteckt zu haben, können Sie eine Grippe schnell an folgenden Symptomen erkennen:

  • plötzlich einsetzendes Krankheitsgefühl
  • Glieder- und Muskelschmerzen
  • Rückenschmerzen und/oder Kopfschmerzen
  • Halsschmerzen
  • Fieber
  • trockener Husten
  • Hitzewallungen

Der Krankheitsverlauf ist zwar von Person zu Person unterschiedlich, dennoch geht man davon aus, dass eine Grippe mindestens fünf bis sieben Tage anhält, bevor sich eine Besserung des Wohlbefindens einstellt.

Lesen Sie auch: Influenza 2018/2019: Was hilft schnell gegen Grippesymptome?

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Passend: Grippewelle 2019: Influenza fordert erstes Todesopfer in der Region, wie extratipp.com* berichtet.

jp

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