mRNA-Impfstoff

Corona-Impfung für Schwangere und Stillende: Stiko mit dieser Empfehlung

Schwangere und stillende Frauen hingen lange in der Luft. Nun gibt es eine klare Linie: Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt für sie eine Corona-Impfung - unter diesen Bedingungen.

Berlin - Viele Schwangere und Stillende waren über Monate verunsichert, ob eine Corona-Impfung für sie sinnvoll und richtig ist - oder ob sie womöglich schaden könnte. Die Ständige Impfkommission (Stiko) am Robert-Koch-Institut (RKI) hielt sich lange mit einer Empfehlung zurück. Einige betroffene Frauen ließen sich beim Arzt beraten - und setzten sich auf eigene Faust dafür ein, geimpft zu werden. (News zum Coronavirus)

Ständige Impfkommission (Stiko)Expertengruppe am Robert Koch-Institut
Gründung1972

Am Freitag, 10. September, dann die entscheidende Nachricht, auf die viele auch in NRW gewartet haben: Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt eine Corona-Impfung nun auch für Schwangere und Stillende - ab einem bestimmten Zeitpunkt der Schwangerschaft mit einer bestimmten Art von Impfstoff.

Corona-Impfung für Schwangere und Stillende: Stiko mit dieser Empfehlung

Laut dem Beschlussentwurf der Stiko sollten sich bisher ungeimpfte Schwangere ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel sowie Stillende mit zwei Dosen eines mRNA-Impfstoffs schützen, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Freitag in Berlin mitteilte. Infrage kommen also die zugelassenen Impfstoffe von Biontech und Moderna.

Bisher hatte die Stiko die generelle Impfung in der Schwangerschaft nicht empfohlen. Lediglich Schwangeren mit Vorerkrankungen und einem hohen Risiko für eine schwere Covid-19-Erkrankung sollte bislang nach einer Nutzen-Risiko-Abwägung und ausführlicher Aufklärung eine Impfung mit einem mRNA-Impfstoff angeboten werden.

Impfung für Schwangere und Stillende - Stiko-Empfehlung basiert auf Daten

Die aktuelle Empfehlung für Schwangere erfolgt nun laut RKI „auf einer systematischen Aufarbeitung“ der in den vergangenen Wochen vorliegenden Daten zum Risiko von schweren Krankheitsverläufen in der Schwangerschaft sowie zur Effektivität und Sicherheit einer Impfung bei Schwangeren und Stillenden.

Auch zur Impfung in der Stillzeit lagen bisher nur wenig Daten vor. Die Stiko hielt es bislang aber schon für sehr unwahrscheinlich, dass eine Impfung während der Stillzeit ein Risiko für den Säugling darstellt. Der neue Beschlussentwurf ging nun in das vorgeschriebene Stellungnahmeverfahren mit den Bundesländern und den beteiligten Fachkreisen. Die endgültige Stiko-Empfehlung wird nach Abschluss des Stellungnahmeverfahrens und erneuter Beratung veröffentlicht.

Die Impfzentren in NRW schließen. Nicht jeder, der sich dort gegen Corona impfen ließ, hat schon eine Zweitimpfung erhalten. Auch, wenn man keinen Hausarzt hat, gibt es Möglichkeiten. An den Schulen in NRW ändern sich nicht nur die Quarantäne-Regeln. Die Corona-Testpflicht wird verschärft, heißt es in einer Schulmail. Aber nicht an allen Schulformen.- Mit Material von AFP

Rubriklistenbild: © Caroline Seidel/Gregor Fischer/dpa

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