Hormone, Rotklee bis Meditation

Hitzewallungen: Was Sie gegen unangenehme Schweißausbrüche tun können

Wärme überrollt Oberkörper und Gesicht, Schweiß bricht aus: Verschiedene Kräuter sollen gegen Hitzewallungen wirken. Auch folgende Therapien kommen zum Einsatz.

Zwei Drittel aller Frauen leiden in den Wechseljahren an Hitzewallungen. Fünf bis sieben Jahre dauern die Beschwerden in der Regel an, manchmal noch deutlich länger, wie die Deutsche Apotheker Zeitung informiert. Warum es vor allem während der Wechseljahre zur „fliegenden Hitze“ kommt, ist noch nicht abschließend geklärt, doch der sinkende Östrogenspiegel spielt wohl eine entscheidende Rolle, wie die Apotheken Umschau informiert. Um Wechseljahresbeschwerden zu lindern, sei oft keine Behandlung nötig oder sinnvoll, informiert das Portal Gesundheitsinformation im Auftrag des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen. „Die Wechseljahre sind keine Krankheit. Auch ohne Behandlung lassen Hitzewallungen und Schweißausbrüche bei fast allen Frauen mit der Zeit nach und gehen schließlich von selbst wieder weg“, heißt es weiter.

Doch die Schweißausbrüche, die oft mehrmals täglich einsetzen, können Betroffene je nach Ausprägung immens belasten. In solchen Fällen können verschiedene Therapien versucht werden. Als wirksamste Behandlung gilt die Hormonersatztherapie (HRT). Allerdings gibt es eine Reihe von Kontraindikationen, die gegen die Gabe von Hormonen während der Wechseljahre sprechen. Dazu zählen Brustkrebs*, venöse und akute arterielle Thromboembolien oder Lebererkrankungen. Es gibt allerdings Alternativen zur HRT.

Entspannung gegen Hitzewallungen: Mit sanften Maßnahmen gegen Schweißausbrüche.

Medikamente, Stressreduktion und pflanzliche Mittel gegen Hitzewallungen

So hat die nordamerikanische Menopausen Gesellschaft (NAMS) eine Vielzahl von Therapieformen auf den wissenschaftlichen Prüfstand gestellt. Die Ausbeute für empfehlenswerte, weil evidenzbasierte Optionen sei allerdings überschaubar, wie die Deutsche Apotheker Zeitung informiert. Klinische Hypnose, die Gabe von Serotonin-Wiederaufnahmehemmern und Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmern sowie die Gabe von Gabapentin/Pregabalin und Clonidin gelten der NAMS zufolge als empfehlenswert. Als „vorsichtig empfehlenswert“ werden Achtsamkeits-basierte Stressreduk­tion und Gewichtsreduktion bewertet.

Im Bereich der Pflanzenheilkunde gibt es eine Reihe von Wirkstoffen, die gegen Hitzewallungen helfen sollen. Doch für Phytopharmaka (Arzneimittel, deren wirksame Bestandteile ausschließlich pflanzlicher Herkunft sind) gibt es bislang keinen überzeugenden Wirksamkeitsnachweis, wie Gesundheitsinformation.de informiert.

Manche Präparate können sogar unerwünschte Nebenwirkungen zur Folge haben, weshalb man sie nicht ohne ärztlichen Rat einnehmen sollte. Pflanzliche Mittel, die laut Werbeversprechen gegen Hitzewallungen wirken sollen:

  • Rotklee: Bislang gibt es Gesundheitsinformation.de zufolge keinen Beleg dafür, dass Nahrungsergänzungsmittel aus Rotklee gegen Hitzewallungen helfen.
  • Traubensilberkerze: Auch hier fehlen Studien, die einen Effekt gegen Hitzewallungen nachgewiesen haben. Achtung: Ernsthafte Nebenwirkungen wie Leberschäden sind möglich.
  • Soja-Isoflavone: Das wohl am besten untersuchte pflanzlichen Mittel gegen Wechseljahresbeschwerden wie Hitzewallungen. Studien zeigten schwache Hinweise, dass Soja-Isoflavone die Häufigkeit und Stärke von Hitzewallungen etwas verringern können. Längere Einnahme bei hoher Dosierung kann allerdings Nebenwirkungen wie Magen-Darm-Beschwerden zur Folge haben.
  • Auch für Präparate mit Rhapontik-Rhabarber (Rheum rhaponticum), Ginseng (Panax ginseng), Dong Quai (Angelica sinensis), Nachtkerzenöl (Oenothera biennis), Kava Kava (Piper methysticum), Maca (Lepidium meyenii, eine Pflanze aus den Anden) oder Mönchspfeffer (Vitex agnus castus) fehlen bisher Wirksamkeitsnachweise, wie Gesundheitsinformation.de berichtet. Präparate mit Kava Kava seien auf dem deutschen Markt nicht erhältlich, da die Wirkstoffe allergische Reaktionen bis hin zu Leberschäden und Nervenbeschwerden auslösen können.

Was Sie außerdem gegen Schweißausbrüche tun können

Es gibt eine Reihe von Maßnahmen, die Sie selbst ohne Absprache mit einem Arzt gegen Hitzewallungen versuchen können. Dazu zählen:

  • Meiden Sie Koffein und Alkohol so weit es geht, weil die Substanzen Schweißausbrüche triggern.
  • Salbeitee wird nachgesagt, das Schwitzen zu vermindern. Einfach ein paar Blätter frischen Salbei mit heißem Wasser übergießen und bis zu 15 Minuten ziehen lassen.
  • Wie das Portal Utopia weiter berichtet, soll auch Frauenmanteltee gegen Schweißausbrüche wirken.
  • Leinsamen und Granatapfel sollen Utopia zufolge ebenfalls lindernde Wirkung bei Hitzewallungen entfalten können.
  • Wechselduschen sollen die Wärmeregulierung des Körpers enorm unterstützen und so gegen Hitzewallungen wirken. Dazu während des Duschens zwischen warmem und kaltem Wasser wechseln und mit einem kalten Guss enden.
  • Stress kann Hitzewallungen verstärken. Autogenes Training, Mediation, Yoga und Atemübungen entspannen.

(jg) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Quelle: https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/daz-az/2016/daz-3-2016/gegen-die-fliegende-hitze

Weiterlesen: Ob Föhn oder Hitzewelle: Was Sie gegen Wetterfühligkeit tun können.

Zehn blutdrucksenkende Lebensmittel

Kresse als gesundes Würzmittel - Wer Kräuter und Gewürze verwendet, kann Gerichte ganz ohne Kochsalz verfeinern. Auch Basilikum, Koriander, Curry, Ingwer, Thymian usw. gehören zu einer ausgewogenen Ernährung dazu. Besonders Kurkuma soll Cholesterin senken und so die Entwicklung von Herz-Kreislaufkrankheiten verhindern.
Bananen enthalten viel Kalium und wenig Natrium und sind deshalb ein wahrer Herzstärker. Auch andere Obstsorten und auch Trockenobst zählen zu den kaliumreichen und natriumarmen Nahrungsmitteln und sind deshalb für eine herzgesunde Ernährung geeignet.
Es wird diskutiert, ob ein niedriger Vitamin-C-Spiegel im Blut Herzkrankheiten fördert. Zitrusfrüchte wie Zitronen, Orangen aber auch anderes Obst wie Papaya enthalten besonders viel Vitamin C. Dieses soll die Blutgefäße stärken, vor oxidativem Stress schützen und die Aufnahme von Cholesterin hemmen.
Blattgemüse wie Spinat enthält Antioxidantien, Ballaststoffe und gesunde Fette und schützt so die Arterien. Brokkoli ist auch ein wahrer Gesundmacher mit Vitamin C, E, Kalium, Kalzium und Ballaststoffen - alles wichtig für ein gesundes Herz.
Zehn blutdrucksenkende Lebensmittel

Rubriklistenbild: © Eloisa Ramos via www.imago-images.de

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