Influenza

Grippeschutzimpfung: Apotheken in NRW starten ganz besonderes Modell

Die Quote bei der Grippeschutzimpfung ist in Deutschland viel zu niedrig. So empfindet es die AOK, die in Zusammenarbeit mit Apotheken jetzt ein Modell startet.

Hamm - In Zeiten des Coronavirus redet wohl jeder über das Thema Impfung. Dass der Herbst und Winter aber auch die Zeit der Grippewelle ist, besonders Kinder sind betroffen, gerät oftmals in Vergessenheit. Die ist im vergangenen Jahr ob des Lockdowns und das Tragen des Mund-Nasen-Schutzes quasi ausgefallen - und droht nun zurückzukehren.

Grippeschutzimpfung: AOK und Apotheken mit besonderem Angebot für Kunden

Um dem entgegenzuwirken, haben Apotheken in Dortmund und im Verbreitungsgebiet der Krankenkasse AOK ein besonderes Modell gestartet. Seit Freitag können sich Kunden der AOK Nordwest eine Grippeschutzimpfung abholen. In das Modell integriert sind rund 700 Apotheken in Dortmund und im Umkreis der Stadt. Das Ziel: Die Impfquote gegen Influenza zu erhöhen, so ein Sprecher der AOK.

Den Startschuss machte eine 36-jährige Frau aus Dortmund, sie hatte sich in der Markt-Apotheke der Stadt die Grippeschutzimpfung abgeholt. „Wir freuen uns, dass wir als erste gesetzliche Krankenkassen in Westfalen-Lippe unseren Versicherten eine zusätzliche Möglichkeit bieten, sich gegen die Grippe impfen zu lassen“, so ein AOK-Sprecher.

Grippeschutzimpfung: AOK und Apotheken wollen Quote deutlich erhöhen

Bei der Grippeschutzimpfung herrscht ordentlich Nachholbedarf in Deutschland. Lediglich 35 Prozent der über 60-Jährigen ist aktuell gegen Influenza geimpft. Ziel des Modells ist es, den Anteil auf mindestens 70 Prozent zu erhöhen. Grippeschutzimpfungen dürfen seit dem Frühjahr 2020 in Deutschland in Apotheken durchgeführt werden.

Erfahrungen anderer europäischer Länder, in denen bereits in Apotheken geimpft wird, sollen ergeben, dass die Impfquote durch das zusätzliche Angebot erhöht werden konnten. Dabei gehe es den Apotheken und der AOK nicht darum, den Hausärzten Konkurrenz zu machen. Vielmehr sollen mit dem Angebot mehr Menschen erreicht werden, für die eine Grippeschutzimpfung aus verschiedensten Gründen bislang nicht zugänglich war.

„Wir wollen in den Apotheken vor Ort einen niederschwelligen Zugang - auch in Randzeiten - für arztferne Kunden anbieten, die vielleicht nur selten den Weg in eine Praxis finden und sich bislang nicht haben impfen lassen“, heißt es.

Rubriklistenbild: © Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa

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