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Grippeimpfung bei Erkältung: Termin bei diesen Symptomen absagen

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Von: Sven Schneider

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Die kalte Jahreszeit beginnt und neben dem Coronavirus ist die Grippe auf dem Vormarsch. Ist die Grippeimpfung trotz Erkältung möglich? Die Symptome entscheiden.

Hamm - Es kratzt im Hals, die Nase läuft und man fühlt sich müde und schlapp. In den vergangenen Monaten war die Grippeimpfung maximal Randthema neben dem alle Schlagzeilen beherrschenden Coronavirus. Doch ist das Grippevirus nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Für ältere Personen, Schwangere oder Menschen mit Grunderkrankungen empfiehlt die ständige Impfkommission (Stiko) eine Immunisierung gegen Influenza - auch bei Erkältungssymptomen?

NameInfluenza
VirenFamilie Orthomyxoviridae
Fieberhafte Infektionskrankheit bei Menschen

Grippeimpfung bei Erkältung: Termin bei diesen Symptomen absagen

Der Impftermin steht und ist bereits im prall gefüllten Terminkalender eingetragen. Dann jedoch die Ernüchterung: Die Nase läuft, der Hals kratzt und eine dicke Erkältung bahnt sich an. Muss der Impftermin verschoben werden? Das kommt auf die Erkältungssymptome an und das eigene Wohlbefinden. Schützt die Grippeimpfung auch vor Corona? Das sagen Ärzte.

Denn: Wer nur eine leichte Erkältung ohne erhöhte Körpertemperatur hat, der kann problemlos den Termin zur Grippeimpfung wahrnehmen. So erklärt es die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) auf ihrer Webseite. Demnach sei unser Abwehrsystem darauf ausgelegt, mehrere Aufgaben gleichzeitig zu erledigen. Bei einem leichten Infekt mit Fieber unter 38,5 Grad haben Menschen bei einer Grippeimpfung trotz Erkältung nichts zu befürchten. Jens Spahn rief kürzlich zur Grippeimpfung auf.

Grippeimpfung trotz Erkältung: Termin verschieben bei Fieber und Schmerzmittel

Steigt die Körpertemperatur aber weiter an, sollte der Impftermin verschoben werden. Selbiges gilt für eben jene Personen, die bei einer Erkältung zu Schmerzmitteln greifen müssen. Ibuprofen, Paracetamol und Aspirin enthalten Hemmstoffe, die die erwünschte Antikörperbildung durch die Grippeimpfung unterdrücken können.

Die Grippeimpfung sollte jedes Jahr möglichst vor Beginn der Grippewelle durchgeführt werden. Laut BZgA habe die in Deutschland zumeist nach der Jahreswende begonnen, demnach sollte ein Termin zwischen Oktober und Dezember angestrebt werden. Nach der Grippeimpfung dauert es in der Regel etwa zehn bis 14 Tage, bis der Körper ausreichend Schutz aufgebaut hat.

Grippeimpfung trotz Erkältung: Unterschied zwischen Infekt und Grippe

Allerdings betont die BZgA, dass auch eine spätere Impfung sinnvoll ist. Besonders dann, wenn die Grippewelle gerade erst begonnen hat. Ärztinnen und Ärzte stehen zur Beratung zur Verfügung, erhalten sie doch Wochenberichte der Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI) am Robert-Koch-Institut (RKI) über den aktuellen Verlauf der Grippesaison.

Doch: Grippe ist nicht gleich Grippe. Oftmals wird von einer Grippe gesprochen, wenn nur eine Erkältung (grippaler Infekt) vorliegt. Die echte Grippe wird durch das Influenza-Virus ausgelöst und hat oftmals einen schwereren Krankheitsverlauf. Fieber-, Glieder-, Kopfschmerzen sowie Reizhusten sind die plötzlichen Symptome.

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