Bei Rheuma

Gelenk-OP ist nicht immer zu empfehlen

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Immer mehr Rheumabetroffene entscheiden sich für ein künstliches Gelenk.

Immer mehr Rheumabetroffene entscheiden sich früher oder später für ein künstliches Knie- oder Hüftgelenk. Im Schnitt 340 000 Operationen werden pro Jahr durchgeführt, Tendenz steigend.

Keine Panik bei

positivem Rheumafaktor

Der Rheumafaktor ist ein Eiweißstoff im Blut, dessen Name meinen lässt, er sei für die Ursache von „Rheuma“ verantwortlich. Dies ist nicht der Fall. Zum einen gibt es etwa 400 verschiedene rheumatische Erkrankungen, der Rheumafaktor ist jedoch nur für die chronische Polyarthritis (Gelenkrheuma) charakteristisch. Und selbst bei dieser Erkrankung ist er nicht bei jedem Patienten nachweisbar, sondern lediglich bei etwa der Hälfte aller Betroffenen.

Weniger als zehn Prozent der modernen Gelenkprothesen müssen innerhalb der ersten 15 Jahre gewechselt werden.

Dennoch, bei aller Routine, die inzwischen in den Kliniken herrscht: Jede Operation birgt Risiken, und auch im Alltag muss manches beachtet werden. Denn Gelenkendoprothesen sind nicht vergleichbar mit natürlichen, gesunden Gelenken.

Bei einer ungünstigen Prognose allerdings sollte man die Gelenk-Operation nicht unnötig hinaus zögern, um Folgen durch Bewegungsarmut und Nebenwirkungen durch Schmerzmittelkonsum zu vermeiden.

Sichergehen, dass Operateur erfahren ist

„Erkundigen Sie sich bei der Wahl der Klinik, wie viele Operationen dieser Art dort im Jahr durchgeführt werden. Krankenkassen halten hierzu Listen bereit. Auch Mund-zu-Mund-Propaganda und die Beratung in den Selbsthilfegruppen helfen weiter. Man sollte zudem sichergehen, dass ein erfahrener Operateur den Eingriff durchführt“, rät Rotraut Schmale-Grede, Vizepräsidentin der Deutschen Rheuma-Liga.

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