Einsamkeit so schädlich wie Rauchen

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Gute soziale Kontakte sind für die Gesundheit genauso wichtig wie gute Ernährung und Bewegung.

Freude, Familie oder einfach nur eine nette Nachbarschaft: Gute soziale Beziehungen steigern die Lebenserwartung. Dies zeigt nun eine Auswertung von 148 Langzeitstudien.

Insgesamt wurden mehr als 300.000 Teilnehmer in die Studie eingeschlossen. Darin hatten die sozial gut vernetzten Menschen im Vergleich zu den einsamen Teilnehmern eine um 50 Prozent höhere Wahrscheinlichkeit, am Ende der jeweiligen Untersuchung noch am Leben zu sein.

Geringe soziale Kontakte seien demnach ähnlich schädlich für die Gesundheit wie der Konsum von 15 Zigaretten pro Tag oder doppelt so schlecht wie Übergewicht, betonen die Forscher der Brigham Young Universität im US-Staat Utah.

“Ärzte, Gesundheitsexperten und Medien betonen Risikofaktoren wie Rauchen, schlechte Ernährung und Bewegungsmangel“, schreiben sie im Online-Journal “PLoS Med“.

“Die Daten belegen zwingend, dass auch soziale Faktoren auf diese Liste gehören.“ Zudem betonten die Forscher, dass die lebensverlängernde Wirkung sozialer Kontakte nicht nur für Senioren gilt: “Beziehungen bieten allen Altersgruppen einen Schutzeffekt“, sagt Timothy Smith. (Quelle: “PLoS Medicine“, Vol. 7:e1000316)

DAPD

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