Entzündungshemmende Essenzen

Diese neun Substanzen sollten Sie jeden Tag essen

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In der Tomate steckt ein Pflanzenstoff, der gegen Schmerzen helfen soll.

Esse dies, esse das: Es gibt unendlich viele Ernährungstipps. Mediziner schenken der antientzündlichen Diät immer mehr Aufmerksamkeit - und folgenden Wunderwaffen.

Am 7. März ist der Tag der gesunden Ernährung. In diesem Zusammenhang ist immer wieder die Rede von entzündungshemmenden Lebensmitteln: Die sogenannte entzündungshemmende Ernährung soll Sportler noch schneller machen, Rheumatikern den Schmerz nehmen und Arthrose lindern. Viele Mediziner befassen sich jetzt mit dieser Diät-Form, etwa Internist und Ernährungsmediziner Matthias Riedl. Dem Norddeutschen Rundfunk (NDR) sagte er: "Entzündliche Prozesse spielen eine Rolle bei unglaublich vielen Erkrankungen - von Arterienverengung über Diabetes bis zu Rheuma". Doch kann man mit entzündungshemmenden Lebensmitteln dagegen steuern?

Sekundäre Pflanzenstoffe als Entzündungshemmer

Viele Mediziner sind sich sicher, dass das geht. Der NDR hat die neun wichtigsten Inhaltsstoffe zusammengefasst, die entzündungshemmende Wirkung im Körper entfalten:

1. Antioxidantien

Vitamin C und E, Polyphenole und Carotinoide zählen zur Gruppe der Antioxidantien. Die sekundären Pflanzenstoffe gelten als Radikalfänger und Zellschützer. Ihr bekanntester Protagonist ist wohl das Vitamin C: Es findet sich vor allem in Obst und Gemüse wie Paprika, Brokkoli, Sanddorn, Hagebutte, Kiwi, schwarzer Johannisbeere und Zitrusfrüchten. Sein Bruder Vitamin E ist Bestandteil von Pflanzenölen, vor allem von Weizenkeimöl und Olivenöl.

Polyphenole gelten ebenfalls als Radikalfänger, die die Zellen schützen. Die Substanz steckt in rotem, blauem und violettem Gemüse und Obst wie etwa Äpfeln, Beeren, Kirschen und Pflaumen. Auch in Soja, Grüntee, Kaffee, Kakao, Oregano und Zimt sind Polyphenole enthalten.

Carotinoide sind Antioxidantien, die vor allem in Tomaten, Karotten und Papaya stecken. Auch Dosentomaten und Tomatenmark sind gute Lieferanten. Grünkohl und Feldsalat enthalten ebenfalls Carotinoide.

2. Bromelain

Bromelain ist ein pflanzlicher Wirkstoff, der entzündungshemmend und verdauuungsfördernd wirkt. Es gibt ihn in Form von Tabletten, weitaus leckerer ist aber die Ananas. Die exotische Frucht enthält viel Bromelain und ist somit der perfekte Begleiter einer entzündungshemmenden Diät.

3. Curcurmin 

Curcurmin in Currypulver oder Gelbwurz (Kurkuma) ist im Grunde nur ein orange-gelber Farbstoff - der es aber in sich hat! Er soll Schmerzen lindern - unter anderem bei Fibromyalgie und Arthrose - und sogar die Entstehung von Krebs hemmen. Vor allem in asiatischen Gerichten steckt häufig Curry, weshalb diese Küche sich besonders für die antientzündliche Ernährung eignet.

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4. Capsaicin

Capsaicin ist eine chemische Verbindung, die etwa in Chili- und Paprikaschoten vorkommt. Sie wirkt nicht nur wärmend, sondern auch schmerzlindernd und durchblutungsfördernd.

5. Galaktolipide

Auch Galaktolipide zählen zu den sekundären Pflanzenstoffen, die antientzündliche Wirkung im Körper entfalten. Vor allem in Hagebuttenpulver (z.B. aus der Apotheke) ist der Stoff enthalten.

5. Monoterpene

Viele ätherische Öle wirken antibakteriell und sind somit perfekt geeignet für eine ausgewogene, entzündungshemmende und damit gesunde Ernährung. Monoterpene sind Stoffe, die etwa in den ätherischen Ölen von Kampfer und Teufelskrallenwurzel enthalten sind.

6. Omega-3-Fettsäuren

Sie gelten als besonders entzündungshemmend. Nicht nur in fettem Seefisch wie Lachs oder Sardelle sind die gesunden Fettsäuren enthalten, sondern auch in Pflanzenölen. Leinöl, Hanföl, Walnussöl, Rapsöl: Alle voll mit wertvollen Omega-3-Fettsäuren. Doch Achtung: Solche Pflanzenöle darf man nicht erhitzen und nicht zu lange stehen lassen.

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7. Sulfide

Knoblauch und Zwiebeln enthalten diese gesunde Stoffgruppe, die die Gefäße schützt und antibakteriell wirkt.

8. Mineralstoffe und Spurenelemente

Magnesium, Selen, Eisen: Mineralien und Spurenelemente sind unter anderem wichtig für Nerven und Muskeln. Sie stecken etwa in Kakaopulver, Kürbiskernen, dunkelgrünem Blattgemüse, Hülsenfrüchten, Vollkornprodukten, Mandeln, Sesam und Lachs.

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jg  

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