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RKI verschärft wegen Omikron Risikobewertung - Geimpfte und Genesene gefährdet

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Von: Tobias Hinne-Schneider

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Omikron breitet sich immer weiter aus. Das Robert-Koch-Institut (RKI) erhöht seine Risikobewertung. Genesene und doppelt Geimpfte gelten jetzt als hoch gefährdet.

Hamm - Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat seine Risikobewertung angesichts der Omikron-Variante des Coronavirus verschärft. Genesene und doppelt Geimpfte gelten nun als hoch gefährdet. Für Ungeimpfte ist eine Infektionsgefahr sogar „sehr hoch“. Bund und Länder wollen bei einem Corona-Gipfel am Dienstag auf die erhöhte Infektionsgefahr reagieren. In vielen Bereichen soll es zu Einschränkungen kommen. In Nordrhein-Westfalen sind die Corona-Zahlen weiter hoch - bereits jetzt gelten strenge Corona-Regeln.

Robert-Koch-Institut (RKI)biomedizinische Leitforschungseinrichtung der Bundesregierung
PräsidentLothar H. Wieler
Gründung1. Juli 1891

Geimpfte und Genesene gefährdet: RKI verschärft Risikobewertung wegen Omikron

Die Gesundheitsgefährdung der Bevölkerung wird insgesamt als „sehr hoch“ eingeschätzt. Das RKI warnt vor der rasanten Verbreitung der Omikron-Variante. Nach derzeitigen Kenntnisstand aus anderen Ländern verbreitet sich die Virusvariante deutlich schneller und effektiver als die bisherigen, heißt es in der angepassten Risikobewertung des Instituts. Demnach könne es zu einer schlagartigen Erhöhung der Infektionsfälle kommen - und damit einher zu einer Überlastung des Gesundheitssystems.

Ziel sei es aktuell, die Infektionszahlen in Deutschland deutlich zu senken, um die Dynamik der Ausbreitung bei Omikron zu bremsen. Die 7-Tage-Inzidenz sind derzeit in allen Altersgruppen sehr hoch, vor allem aber in der Gruppe der Ungeimpften, schreibt das RKI. Die Zahl der Todesfälle sei zurzeit sehr hoch. Auch die Zahl schwerer Erkrankungen an Covid-19 befinde sich weiter auf einem hohen Niveau.

Infektionsgefahr trotz Corona-Grundimmunisierung hoch

Das RKI stuft die Infektionsgefährdung bei Ungeimpften als „sehr hoch“ ein. Bei Genesenen und Geimpften mit Grundimmunisierung ist die Gefahr demnach ebenfalls „hoch“. Einzig bei Personen, die eine Booster-Impfung erhalten haben, seine weniger gefährdet. „Diese Einschätzung kann sich kurzfristig durch neue Erkenntnisse ändern“, heißt es weiter. Zuletzt hatte der Hersteller des Impfstoffs Moderna erstaunliche Zahlen zur Wirksamkeit der Booster-Impfung gegen die Omikron-Variante vorgelegt.

Robert Koch-Institut
RKI-Präsident Lothar Wieler. Seine Behörde hat eine neue Risikobewertung veröffentlicht. © Bernd von Jutrczenka/dpa

Sars-CoV-2 sei grundsätzlich sehr leicht von Mensch zu Mensch übertragbar. Das gelte insbesondere für die derzeit zirkulierende Delta-Variante, allerdings noch mehr für die Omikron-Variante, so das RKI. Deswegen sei es unbedingt notwendig, dass Kontakte reduziert werden. Kurz vor den Weihnachtstagen hat die Landesregierung von NRW um Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) die Corona-Schutzverordnung noch einmal angepasst. Zwar sind Treffen mit Familie und Freunden möglich, aber es gelten jetzt spezielle Regeln.

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