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Corona-Impfung in Apotheken: Impfstoff, Termin, Alter - das müssen Sie wissen

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Von: Daniel Großert

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Corona-Impfungen sind jetzt auch in Apotheken möglich. Welche Regeln für Apotheker gelten und was Kunden rund um einen Termin zu beachten haben.

Hamm - Erst die Impfzentren, dann die Arztpraxen und nun die Apotheken: Die Impfkampagne gegen das Coronavirus in Deutschland hat Verstärkung bekommen. Inzwischen dürfen auch geschulte Apotheker Corona-Impfungen verabreichen. Diese Regeln gelten.

VerbandBundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA)
PräsidentinGabriele Overwiening
Gründung1950

Corona-Impfung in Apotheken: Impfstoff, Termin, Alter - das müssen Sie wissen

Mal eben eine Packung Kopfschmerztabletten holen und sich nebenbei gegen Corona impfen lassen: In zahlreichen Apotheken in Nordrhein-Westfalen und ganz Deutschland ist das seit Dienstag (8. Februar) möglich. Rund 500 Apotheken in Deutschland bieten die Impfungen zum Start an, wie die Apotheken Umschau berichtet. Das sind bei 18.500 Apotheken im ganzen Land auf den ersten Blick zwar recht wenige, doch die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) schätzt, dass das Angebot in den kommenden Wochen deutlich ausgeweitet wird.

Um sich an der Impfkampagne beteiligen zu können, müssen Apotheken nach Vorgaben der Bundesregierung über geeignete Räumlichkeiten und geschultes Personal verfügen. Unter anderem muss sichergestellt sein, dass es einen Wartebereich für die Zeit vor und nach der Impfung sowie ein Hygienekonzept gibt.

Wie viele Impfdosen dann letztlich verabreicht werden, können die Apotheker selbst entscheiden. Auch die Auswahl des Corona-Impfstoffs ist ihnen freigestellt: Sie können je nach Bedarf alle bisher zugelassenen Vakzine bestellen - also bald auch Novavax, das zunächst aber nur einer bestimmten Gruppe zur Verfügung steht. Wie das Portal apotheke adhoc berichtet, orderten die Apotheken in Deutschland bislang überwiegend den Impfstoff von Biontech/Pfizer.

Corona-Impfung in Apotheken: Kritik von Ärzten

Eine Corona-Impfung in der Apotheke können alle Menschen ab zwölf Jahren erhalten - in manchen Fällen sogar erst ab 18. Kinder zwischen fünf und elf Jahren dürfen dagegen weiterhin nur Ärzte impfen. Unterdessen rückt die Zulassung eines Impfstoffs für Kinder unter fünf Jahren näher.

Ob ein Termin vereinbart werden muss, ist von Apotheke zu Apotheke unterschiedlich. Bevor man aber auf gut Glück loszieht, sollte man sich bei der entsprechenden Apotheke erkundigen. Wo überhaupt Impfungen angeboten werden, kann man im Portal Mein Apothekenmanager nachschauen. Wie in Impfzentren oder beim Arzt sind sie natürlich auch dort kostenlos.

Eine Apothekerin zieht den Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer mit einer Spritze auf.
Corona-Impfungen werden jetzt auch in Apotheken angeboten. © Friso Gentsch/dpa

Dass Corona-Impfungen nun auch in Apotheken angeboten werden, kam nicht überall gut an. „Wir brauchen die Apotheken nicht für das Impfen. Dafür gibt es weder medizinische noch sachliche Gründe“, sagte beispielsweise der Vorsitzende des Hausärzteverbands Nordrhein, Oliver Funken. Die Apotheker-Bundesvereinigung wies die Kritik dagegen zurück. „Die Patienten sind in Apotheken genauso sicher wie in einer Arztpraxis“, sagte eine Sprecherin. Durch entsprechende Schulungen seien die Apotheker auf alle möglichen Zwischenfälle vorbereitet. *wa.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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