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Kombi-Impfstoff: Hersteller arbeitet an Vakzin gegen Corona und Grippe

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Von: Daniel Schinzig

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Aktuell entwickelt der Hersteller Moderna einen Impfstoff, der sowohl Schutz vor Corona und der Grippe bieten soll. Wann ist mit dem Vakzin zu rechnen?

Hamm - Zu Beginn der Corona-Pandemie wagten viele Menschen einen Blick in die Zukunft und prophezeiten: Irgendwann wird es sicher einen Impfstoff geben, mit dem man sich vor Covid-19 und der Grippe gleichzeitig schützen kann. Mittlerweile haben wir Corona-Vakzine, eine Kombi-Impfung zum Schutz vor beiden Erregern gibt es allerdings noch nicht auf dem Markt. Doch der Hersteller Moderna arbeitet gerade genau an einem solchen Impfstoff und nennt sogar schon einen Zeitraum, wann er den Menschen zugänglich gemacht werden könnte.

LandDeutschland
HauptstadtBerlin
Einwohner83.129.285 (Stand: 30. Juni 2021)

Kombi-Impfstoff: Wird es bald ein Vakzin gegen Corona und Grippe geben?

Laut Informationen von tagesschau.de kündigte Moderna-Chef Stephane Bancel bei einer virtuellen Tagung des Weltwirtschaftsforums (WEF) Davos an, dass der kombinierte Impfstoff gegen Corona und Influenza in einigen Ländern bereits bis Herbst 2023 auf dem Markt sein könnte.

So soll nur noch eine einzige Auffrischung pro Winter notwendig sein. Die Hoffnung dabei: Die Bereitschaft zur Impfung erhöht sich noch einmal, wenn in Aussicht gestellt wird, dass keine zwei bis drei Impfungen pro Winter auf einen zukommen. Aus diesem Grund sprach sich auch Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) dafür aus, dass ein Kombi-Impfstoff möglichst schnell auf den Markt gebracht wird.

Kombinierter Impfstoff gegen Corona und Grippe: Moderna arbeitet an dem Vakzin

Im Winter 2020/2021 war die Grippewelle nahezu nicht vorhanden. Doch das heißt noch lange nicht, dass ein Impfstoff gegen Influenza nun nicht mehr benötigt wird. Experten sind sich sicher, dass die Grippe schon bald ein Comeback feiern wird. Um sich darauf vorzubereiten, muss aber noch der gewohnte Solo-Grippe-Impfstoff herhalten.

Weitaus schneller als der Kombi-Impfstoff sollen neue Erkenntnisse zu dem an die Omikron-Variante angepassten Impfstoff von Moderna kommen. Laut Stephen Bancel kann im März 2022 mit weiteren Informationen gerechnet werden. In den kommenden Wochen soll das Impfstoff-Update in die klinische Entwicklung gebracht werden. Aber Experten sind sich mittlerweile uneinig darüber, ob eine Omikron-Impfung überhaupt noch Sinn ergibt oder nicht zu spät kommen wird.

Corona-Impfstoff von Novavax
Mit nur einer Spritze gegen Corona und Grippe geschützt? Daran arbeitet der Hersteller Moderna gerade. (Symbolbild) © Alastair Grant/dpa

Was als gesichert gilt: Corona-Schnelltests schlagen auch bei Omikron an und versprechen somit eine gewisse Sicherheit. Allerdings reagieren nicht alle Antigen-Tests gleich gut bei der Mutation. So und so verbreitet sich die Corona-Variante gerade in einem enormen Tempo. Das sorgt dafür, dass häufiger denn je die Corona-Warn-App eine rote Meldung anzeigt. Das RKI empfiehlt mittlerweile, die App an bestimmten Orten auszuschalten. *wa.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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