Höhere Wirksamkeit

Abstand zwischen Astrazeneca-Impfungen: Studie liefert erstaunliche Ergebnisse

Zwischen Corona-Impfungen mit dem Vakzin von Astrazeneca wird ein Abstand von 12 Wochen empfohlen. Laut Studie lässt sich die Wirksamkeit noch weiter erhöhen.

Hamm - Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt für den Vektor-basierten Corona-Impfstoff von Astrazeneca einen Abstand von 12 Wochen zwischen erster und zweiter Impfung. Alles, was darunter liegt, verringert die Wirksamkeit des Schutzes vor einer schweren Erkrankung an Covid-19, sagen Experten. (News zum Coronavirus)

KrankheitCovid-19
ErregerSars-CoV-2, Coronavirus
Symptome (unter anderem)Fieber, trockener Husten, Müdigkeit

Abstand zwischen Astrazeneca-Impfungen: Studie liefert erstaunliche Ergebnisse

Doch offenbar ist auch der Impfabstand von 12 Wochen nicht hoch genug, was viele überraschen dürfte. Einer neuen Studie zufolge verstärkt ein Zeitabstand von mehreren Wochen zwischen der ersten und zweiten Dosis des Astrazeneca-Impfstoffs die Immunität gegen das Coronavirus.

Laut der am Montag veröffentlichten Studie der Universität Oxford, die an der Entwicklung des Vakzins beteiligt war, ist die Immunreaktion deutlich stärker, wenn zwischen Erst- und Zweitimpfung mit dem Vakzin von Astrazeneca bis zu 45 Wochen liegen.

Eine mit einem Abstand von sechs Monaten verabreichte dritte Dosis führt demnach ebenfalls zu einem „erheblichen Anstieg“ an Antikörpern und fördert die Immunreaktion - auch gegen Virusvarianten.

Länder, die sich über Verzögerungen bei ihren Impfkampagnen Sorgen machten, könnten nun erleichtert sein, erklärte der Leiter der Oxford Vaccine Group, Andrew Pollard. Auch zehn Monate nach der Erstimpfung gebe es eine ausgezeichnete Reaktion auf die zweite Dosis. Die vorveröffentlichten Ergebnisse müssen allerdings noch von anderen Forschern begutachtet werden.

Abstand bei Astrazeneca: Offene Fragen bei Auffrischungsimpfung

Die Ergebnisse seien ermutigend, sollte „eine dritte Dosis benötigt werden“, erklärte auch die Hauptautorin der Studie, Teresa Lambe. Es sei allerdings noch unklar, ob die Auffrischungsimpfungen gegen die schwindende Immunität eingesetzt werden sollten oder zur Stärkung der Immunität gegen Virusvarianten.

Die Astrazeneca-Impfung wird in 160 Ländern verabreicht und gilt aufgrund ihres geringen Preises und einfacher Transporteigenschaften als Meilenstein im Kampf gegen die Pandemie. Trotz der Sorgen um selten auftretende Fälle von Blutgerinnseln wies die Studie daraufhin, dass die Astrazeneca-Impfung in der Regel „gut verträglich“ sei. Bei Zweit- und Drittimpfungen träten sogar weniger Nebenwirkungen auf als bei der ersten.

Anders ist es beim mRNA-Impfstoff von Biontech, wo nach der zweiten Impfung häufiger Nebenwirkungen auftreten. Die zweite Impfung sorgt derweil vor allem bei der Delta-Variante für einen höheren Schutz.

Zuletzt hat eine Studie der Oxford University untersucht, wie wirkungsvoll die Impf-Kombinationen aus Astrazeneca und Biontech ist, wie fr.de* berichtet. Auch diese Untersuchungen lieferten Erstaunliches. (afp/mg) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Sakchai Lalit/dpa

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