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Alkohol im Essen: Verkocht er wirklich? Es gibt einen Haken, den Sie kennen sollten

Wein im Essen, obwohl Kinder oder Schwangere mitessen? Das ist für viele kein Problem, schließlich verkoche der Alkohol doch. Aber stimmt das wirklich?

  • Alkohol wird häufig in der Küche benutzt.
  • Aber was, wenn Menschen mitessen, für die Alkohol Tabu ist?
  • Wann Alkohol verkocht und wann Sie besser eine Alternative wählen, lesen Sie hier. 

Vielen Rezepten verleiht Alkohol einen besonderen Geschmack. Risotto oder Zürcher Geschnetzeltes werden mit Weißwein abgelöscht, viele kochen Gulasch mit ordentlich Rotwein* und auch Cognac, Portwein und Co. kommen häufig in der Küche zum Einsatz. Auch wenn er geschmacklich viel zum Rezept beiträgt, ist es wirklich unbedenklich, mit Alkohol zu kochen, wenn beispielsweise auch Kinder oder Schwangere mitessen?

Alkohol verkocht nicht in jedem Fall

Richtig ist: Alkohol verdampft bei etwa 78,3 Grad. Wer jetzt erleichtert aufatmet und denkt, dass das Essen ja viel heißer gekocht wird, sollte sich jedoch nicht zu früh freuen. Im Interview mit der dpa warnt Sascha Rohn, Professor für Lebensmittelchemie an der Universität Hamburg: "Er wird jedoch in Teilen von den anderen Zutaten gebunden und dadurch im Gericht gehalten."

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Wie genau die Zutaten miteinander reagieren, kann man kaum vorhersagen. Es gibt große Unterschiede, wie viel Alkohol am Ende tatsächlich im Gericht verbleibt. "Die Kochzeit spielt eine Rolle, die Temperatur, die Intensität, in der umgerührt wird. Aber es gibt keine Faustregel, nach der man einschätzen könnte, wie viel Alkohol in welcher Zeit verkocht", erklärt Rohn weiter. Der Experte rät: "Kindern, Schwangeren und alkoholkranken Menschen sollte man mit Alkohol zubereitete Speisen deshalb nicht anbieten."

Als Faustregel kann auch gelten: Wenn ein Gericht nach Alkohol schmeckt, dann sind nicht nur unbedenkliche Spuren enthalten. Das ist besonders wichtig, da in Restaurants der verwendete Alkohol nicht unbedingt in der Speisekarte vermerkt werden muss. Fragen Sie im Zweifel also lieber nach.

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Alternativen für Alkohol im Essen

Obwohl in vielen Rezepten Wein und Co. verwendet wird, heißt das noch lange nicht, dass unbedingt damit gekocht werden muss. Hobbyköche sollten sich klarmachen, welche Funktion der Wein in dem Rezept hat.

In dunklen Soßen können Sie mit Traubensaft, Kirschsaft oder Johannisbeersaft Säure ersetzen. Für Weißwein* ist weißer Balsamico-Essig eine Alternative oder auch Apfelsaft und geriebener Apfel. Mehr geschmackliche Tiefe erzeugen Sie mit Zutaten wie Schokolade, Zimtstangen, Sojasoße* oder Marmelade. Experimentieren Sie ein bisschen und Sie werden sehen, es muss nicht immer Alkohol sein.

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Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa/Britta Pedersen

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