Kostbare Raritäten

Das waren 2017 die sieben schönsten Schätze aus "Bares für Rares"

In der angesagten Trödel-Show kommen teils wahre Schätze unter den Hammer, die bis zu tausende Euro wert sind. Im Rückblick sehen Sie nochmal die glorreichen Sieben.

Moderator Horst Lichter staunte oftmals nicht schlecht, wenn sich hinter manchem Trödel kostbare Raritäten verstecken. Und die Verkäufer freuten sich, wenn sie am Ende mit Schmuck, Porzellanfiguren & Co. in der Händlerrunde richtig absahnten. Doch welche Schätze haben 2017 Zuschauer und Experten am meisten beeindruckt? Das erfahren Sie hier.

"Der Hauptmann von Köpenick"

Die Brüder Steffen und Jonas Middel aus Straelen waren sich in der achten Staffel der beliebten Trödel-Show sicher - mit ihren Erbstücken aus dem 1. Weltkrieg bekommen sie locker ein Angebot von über 1.000 Euro. Sie bringen Offiziers-Pickelhaube und Degen mit, die vom Bruder ihres Urgroßvaters stammten.

Dieser war wohl Offizier und in England in Gefangenschaft geraten. Beide Stücke sind noch sehr gut erhalten - und daher erhalten die Brüder schließlich von Walter Lehnertz den Zuschlag über den kompletten Betrag.

"Die blasse Büste"

Alexandra Simon aus Rösrath will dagegen mit einer Frauen-Büste aus Alabaster punkten. Früher als Sonnenbrillen-Ablage verwendet, soll das gute Stück nun viel Geld bringen. Die Physiotherapeutin hatte die Büste von ihrem Vater übernommen und hofft auf 500 Euro.

Die Händler zeigen sich begeistert - schließlich stammt diese von keinem Geringeren als vom Bildhauer Ernst Müller-Braunschweig. Am Ende darf Simon 330 Euro zufrieden ihr Eigen nennen.

Auch der Wert dieser Statue überrascht alle bei "Bares für Rares". 

"Täschchen mit Kultur"

Gisela Kluge aus Verlbert setzt dagegen auf ein industriell gefertigtes Ausgeh-Täschchen aus Nickel. Schnell findet die Expertin heraus, woher es stammt: aus der US-amerikanischen Cocktailkultur der 30er-Jahre. Und für dieses schöne Schmuckstück bekommt die Hotelsekretärin sogleich 85 Euro von den Händlern überreicht.

"In geheimer Mission"

Das ist das Motto von Thomas Wageck, der ein leidenschaftlicher Sammler von (Spionage-)Kameras im Stile von James Bond ist. Doch er will unbedingt noch eine Reise nach Kenia antreten - und verkauft daher schweren Herzens seine Sammlung.

Und die ist ein Hingucker - schließlich handelt es sich dabei um drei Minox-Kameras von Walter Zapp aus den Jahren 1936 bis 1993. Zudem sind sie teils limitierte Editionen und in den Farben silber, gold und schwarz gehalten. Da die Kameras noch so gut erhalten sind, bekommt der sichtlich bewegte Wageck schließlich 1.200 Euro überreicht.

"Oma hoch Acht"

Die Zwillingsschwestern Anna und Rebecca Reuter aus Euglem haben 2017 ebenfalls für eine wahre Augenweide gesorgt: Sie haben  eine goldene Longines-Uhr ihrer Großmutter in die Show mitgebracht. Die trägt sie nämlich nicht mehr und da es insgesamt acht Enkelkinder sind, sollen diese sich den Erlös untereinander aufteilen.

Diese seltene Uhr machte erst kürzlich einen Rentner in den USA richtig reich.

Die Expertin zeigt sich sogleich begeistert: Schließlich liegt vor ihr eine französische Herren-Uhr aus 750er-Gold aus den 70er-Jahren, auch das Uhrwerk funktioniert noch tadellos. Auch die Händler stimmen ihr zu - und geben den Zwillingen satte 1.700 Euro auf die Hand.

"Verbotenes aus dem Bayerischen Hof"

Dieter Göring aus Lauterbach ist zwar schon 85 Jahre alt, hat es aber in seiner Jugend faustdick hinter den Ohren gehabt. Schließlich hat er in seiner Jugend in den 50er-Jahren im Bayerischen Hof an der Rezeption gearbeitet - und verbotenerweise Promis heimlich um Autogramme gebeten.

Über 80 Autographen konnte er in dieser Zeit ansammeln und hat sie fein säuberlich in einem Büchlein dokumentiert. Da aber sein 58. Hochzeitstag ansteht, will er die Erinnerungsstücke zu Geld machen. Der Expert zeigt sich begeistert und schätzt es auf 700 Euro. Am Ende muss sich Göring allerdings mit "nur" 250 Euro zufrieden geben.

"Der frivole Floh"

Günter Neubauer aus Mannheim dagegen fährt eine andere Schiene - er will das Maximum aus seiner frivolen Porzellanfigur mit dem klingenden Namen "Pariser Hintern" herausholen. Dabei handelt es sich um eine kleine Sensation, die bei den Händlern dank ihres pikanten Features schnell Anklang findet.

Sie wurde 1914 von Carl Thiema zu Potschappel hergestellt und zeigt eine gebückte Frau im Kleid, welches am Allerwertesten aufklappbar ist und die ganze nackte Pracht präsentiert. Highlight: Zudem ziert ein Floh eine der beiden Pobacken. Das Beste daran: Obwohl der Experte die Figur auf 500 Euro geschätzt hatte, bekam der KFZ-Mechaniker schließlich stolze 610 Euro für seine gewitzte Kuriosität.

Lesen Sie auch: Dieser angebliche Trödel sorgt bei "Bares für Rares" für Staunen.

jp

Rubriklistenbild: © ZDF (Screenshot)

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