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2023 weniger Steuern zahlen? Dann müssen Sie dieses Jahr noch aktiv werden 

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Von: Jasmin Farah

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Das Jahr neigt sich dem Ende zu. Wer in diesen Zeiten Geld sparen will, sollte vorsorgen. Mit fünf Tipps müssen Sie 2023 weniger Steuern zahlen oder erhalten mehr Geld zurück.

Das Steuerjahr ist bald abgeschlossen, der Jahreswechsel steht bevor. Viele freuen sich bereits auf das Jahresende und die Feiertage im Kreise ihrer Liebsten zu verbringen. Die wenigsten denken dabei noch an ihre Steuern. Viele haben sie bereits abgegeben und den Bescheid erhalten. Doch jetzt ist auch noch die Zeit, um bereits für das kommende Jahr vorzusorgen.

2023 weniger Steuern zahlen? Dann müssen Sie dieses Jahr noch aktiv werden 

Wer jetzt ein paar Kniffe anwendet, kann dafür sorgen, weniger Steuern zu zahlen oder darf sich über eine saftige Rückerstattung freuen.

Tipp 1: Kamin einbauen

Mann liest Buch vor einem Kamin.
Wer noch vor Jahresende damit beginnt, sich einen Kamin einbauen zu lassen, kann viel Geld sparen. © VITTA GALLERY/Imago

Der Winter steht bevor, die Energiekosten steigen aufgrund der Ukrainekrise an. Um nicht frieren zu müssen, planen einige nun ihr Heim aufzurüsten und nachträglich einen Kamin einbauen zu lassen. Doch nicht nur, weil er Gemütlichkeit und Wärme spendet, sondern auch, weil es eine Steuervergünstigung für 2022 gibt, wenn man ihn noch dieses Jahr verbauen lässt. Die Handwerker-Kosten können schließlich von der Steuer abgesetzt werden und Sie bis zu 1.200 Euro zurückerhalten. Das gilt auch noch, wenn nur dieses Jahr mit den Arbeiten begonnen und eine Teilzahlung vereinbart wurde, erklärt die Lohnsteuerhilfe Bayern e. V. (Lohi) Streckt man zudem die Kosten auf zwei Jahre, können sogar mehr als die 1.200 Euro mitgenommen werden.

Tipp 2: „Weihnachtsgeld“ dank E-Auto

Haben Sie ein Elektroauto? Dann können Sie jetzt noch Ihre Treibhausgasminderungsquote (THG-Quote) für dieses Jahr verkaufen. Die Prämie, die umweltbewusste Mobilität belohnt, beträgt je nach Händler und Marktwert des Autos zwischen 250 und 470 Euro. Wer also sonst kein Weihnachtsgeld erhält, bekommt es als Privatperson völlig steuerfrei geschenkt!

Tipp 3: Fotovoltaikanlagen installieren

Immer mehr Hausbesitzer rüsten ihre Dächer mit Fotovoltaikanlagen auf. Damit können sie manchmal sogar so viel Strom selbst herstellen, um völlig autark zu sein oder sogar diesen ins Grundnetz gegen Geld einzuspeisen. Diese Einnahmen müssen allerdings versteuert werden. Hat die eigene Fotovoltaikanlage allerdings nur eine maximale Leistung von bis zu zehn kWp, fällt die Versteuerung sowie die Gewinn- und Verlustrechnung laut der Lohi weg. Gut zu wissen: Das geht übrigens auch noch rückwirkend für das Jahr 2022.

Tipp 4: Altersvorsorge abschließen

Riestern Sie schon? Wer jetzt noch eine Altersvorsorge abschließt, kann noch die jährlichen Zulagen für das Jahr 2022 mitnehmen. Das sind eine Grundzulage für den Versicherten über 175 Euro, pro Kind sind es weitere 300 Euro. Wer Berufseinsteiger und unter 25 Jahre ist, bekommt zudem eine Einmalzahlung in einer Höhe von 200 Euro in dem Jahr, in dem der Vertrag abgeschlossen wurde. Es lohnt sich also, schnell zu sein.

Tipp 5: Last-Minute-Ehegattensplitting

Wer schon länger überlegt, den Bund fürs Leben zu schmieden, sollte es sich jetzt noch schnell überlegen. Wer sich im Dezember noch traut, kann die Vorteile des Ehegattensplittings rückwirkend für das komplette Jahr 2022 mitnehmen. Verdient schließlich ein Ehegatte viel besser oder ist allein für den Lebensunterhalt zuständig, kann der andere den Grundfreibetrag des anderen nutzen und Steuern von bis zu sage und schreibe 10.000 Euro sparen, erklärt die Lohi.

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