Klassisch oder Reboarder

Sicher und alltagstauglich? Kindersitze im Test

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Sicher sind die meisten Sitze, doch ob man deshalb im Alltag gut damit zurecht kommt, ist eine andere Sache.

Autokindersitze im Alltagstest von AllesBeste.de: Die Sicherheit ist ein entscheidender Faktor, doch wichtig ist auch, dass sich das Kind wohl fühlt.

Die Sicherheit der eigenen Kinder ist Eltern ganz besonders wichtig. Das gilt besonders im Straßenverkehr – und bei der Fahrt im eigenen Auto. Die Stiftung Warentest und auch der ADAC führen regelmäßige Sicherheitstests mit Autositzen durch, bei denen ein großer Teil der sich auf dem Markt befindlichen Sitze auch gute Noten erhält.

Autokindersitze: Klassisch oder lieber Reboarder?

Wer ganz auf Nummer sicher gehen möchte, sollte sein Kind in einem sogenannten Reboarder transportieren. Diese Art von Kindersitzen wird entgegen der Fahrtrichtung auf dem Autositz angebracht. Bei einem Frontalaufprall wird der Kopf des Kindes dann nicht nach vorne geschleudert, sondern in den Sitz gepresst. Babyschalen sind zum Großteil genau deshalb so konzipiert. Aber am besten sollten Kinder bis zum Alter von vier Jahren entgegen der Fahrtrichtung sitzen.

Bei Kleinkindern wird es allerdings mit zunehmendem Alter schwierig, sie rückwärts mit dem Auto zu befördern. Übelkeit ist oft die Folge. Die neue iSize-Norm empfiehlt, dass Kinder zumindest bis zu einem Alter von 15 Monaten rückwärts fahren sollten.

Doch auch der Einbau von Reboardern ist kompliziert, zudem nehmen sie mehr Platz weg. Daher setzen viele nach wie vor auf klassische Kindersitze, die nach vorne schauend eingebaut werden. Die sicherste Methode für nach vorne gerichtete Kindersitze ist ein Sitz mit sogenanntem Fangkörper. Der wird am Bauchbereich des Kindes mit dem normalen Gurt angebracht und verhindert bei einem Aufprall, dass die gesamte Kraft nur auf Kopf- und Nackenbereich wirkt. Bildlich gesprochen verteilt sich die Kraft über diesen schon aufgeblasenen Airbag auf den gesamten Körper und verringert die Gefahr schwerer Verletzungen der Wirbelsäule.

Doch auch diese Sitzart hat ihre Nachteile: Manche Kinder fühlen sich stark eingeengt, vor allem kleiner gewachsene Kinder können mit einem Fangkörper regelrecht in den Sitz eingebaut werden, was zu Beklemmungsgefühlen führen kann. Dann bleibt nur der klassische 5-Punkt-Gurt. Er verteilt die Kraft bei einem Unfall allerdings nicht gut und schützt den empfindlichen Kopfbereich des Kindes nicht.

Kindersitze im Alltagstest

Die Tester von AllesBeste haben sieben von ADAC und Stiftung Warentest als "gut" bewertete Kindersitze auf ihre Verwendbarkeit im Alltag getestet. Dabei wurde darauf geachtet, wie einfach sich der Sitz ins Auto einbauen lässt, wie kompliziert das Anschnallen verläuft und wie robust das Material ist. Außerdem kamen natürlich auch die kleinen Tester zu Wort – schließlich sind sie es, die sich darin wohlfühlen müssen.

Drei Sitze fielen besonders positiv auf. Der Cybex Gold Pallas M Fix war für die Tester der beste, wenngleich auch nur sehr knapp. Er wächst lange mit, da er für die Gewichtsgruppen 1-2-3 geeignet ist und kann der Größe des Kindes angepasst werden. Das Material ist hochwertig und der Sitz ist mit einem Fangkörper ausgestattet.

Das alles hat auch der preiswertere Joie Transcend zu bieten, den die Tester ebenfalls empfehlen.

Alles, was Sie zu Kindersitzen wissen müssen und welche Alternativen noch empfehlenswert sind, lesen Sie im ausführlichen Testbericht des Testportals AllesBeste.

Die Qual der Wahl beim Familienauto

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