Zulagen und Steuervorteile

So riestern Sie richtig - und sahnen bei der Steuererklärung richtig ab

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Die Riesterrente birgt viele (Steuer-)Vorteile.

Vielen Deutschen ist die Riester-Rente ein Rätsel - dabei lohnt sie sich in manchen Fällen. Schließlich wird sie staatlich gefördert. Was das mit der Steuererklärung zu tun hat, hier.

Private Altersvorsorge ist aktuell wichtiger geworden denn je. Staatliche Unterstützung gibt es für Arbeitnehmer in Form der Riester-Rente. Wer im Besitz dieser ist, erhält nicht nur staatliche Zulagen, sondern auch massive Steuervorteile.

Riester-Rente: Staatliche Zulagen und viele Steuervorteile

Grundsätzlich können alle Arbeitnehmer, die in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen sowie alle Beamten riestern. Aber auch Ehepartner oder eingetragene Lebenspartner ohne eigenes Einkommen dürfen mitmachen. Besondere Regelungen gelten für Azubis und Selbstständige.

Die jährliche Grundzulage beläuft sich pro Person auf 154 Euro. Eltern bekommen pro (bis Ende 2007 geborene) Kind zusätzlich 185 Euro, 300 Euro für jedes ab 2008 geborene Kind. Sind Sie zudem unter 25 Jahre alt, bekommen Sie noch einmalig einen Berufseinsteigerbonus von 200 Euro. Alleinstehende dagegen profitieren eher vom Steuervorteil.

Riester-Rente von der Steuer absetzen

Schließlich ist der Vorteil der Riester-Rente gegenüber einer Arbeitnehmersparzulage oder einer Wohnungsbauprämie, dass Sie nicht nur Zuschüsse, sondern auch eine sogenannte Steuerstundung erhalten. Bei einer gewöhnlichen Sparförderung gibt der Staat einen Zuschuss und zieht sich danach vollständig zurück.

Wer riestert, der erhält dagegen nicht nur Zulagen, sondern die Einzahlungen können Sie überdies (bis zu einem jährlichen Höchstbetrag) von der Steuer absetzen. Aber Vorsicht: Gehen Sie in den Ruhestand, fallen Steuern auf die monatliche Auszahlung der Riester-Rente an, auch "nachgelagerte Besteuerung" genannt. Der Steuersatz für Rentner liegt meist aber niedriger als für Berufstätige.

Video: Es gibt auch ein alternatives Konzept zur Riester-Rente

So viel müssen Sie in die Riester-Rente einzahlen

Außerdem erhalten Sie die staatlichen Zulagen nur dann vollumfänglich, wenn Sie einen jährlichen Mindesteigenbeitrag einzahlen. Dieser liegt bei etwa 60 Euro im Jahr, aber mindestens vier Prozent des rentenversicherungspflichtigen Vorjahresbruttoeinkommens.

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Zahlen Sie dagegen weniger ein, erhalten Sie auch die Riester-Förderung nur anteilig. Übrigens: Die Förderung bekommen Sie auch nur auf einen Maximalbeitrag von bis zu 2.100 Euro pro Jahr.

Riester-Rente: Diese Anlagemodelle sorgen für satte Rendite

Wie Ihre Riester-Rente aussieht, hängt ganz von den persönlichen Vorlieben ab. Allerdings variieren die Anlageformen stark, was Sicherheit und Rendite angeht.

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Folgende Möglichkeiten gibt es unter anderem:

1. Fondsgebundene Riester-Rentenversicherung

Sie ermöglicht hohe Renditen, allerdings birgt sie auch ein größeres Risiko. Daher empfehlen Experten sie eher für jüngere Menschen, die große Schwankungen später wieder ausgleichen können.

2. Riester-Fondssparplan

Hier gehen Ihre Beiträge und die staatlichen Zulagen in Anteile von Investmentfonds. So winken hohe Rendite und streuen trotzdem das Risiko, schließlich erhalten Sie zum Rentenbeginn Ihre Einzahlungen und die Zulagen zurück.

3. Riester-Banksparplan

Diese Anlageform gilt als eine eher sichere Geldanlage. Er wird oftmals direkt von einzelnen Banken angeboten. Es ist also ratsam, Angebote zu vergleichen.

4. Wohn-Riester (Eigenheimrente)

Wenn Sie als Riester-Sparer ihr gefördertes Altersvorsorgekapital für den Bau oder Erwerb einer Immobilie nutzen wollen, ist das ebenfalls seit einiger Zeit möglich. Aber auch dann nur, wenn Sie selber in das Haus oder in die Wohnung einziehen.

Ihre Meinung ist gefragt!

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jp

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